Der Honorarprofessor für Politische Wissenschaften in Bonn war zuvor unter anderem Direktor der Bundeszentrale für politische Bildung und geschäftsführender Vorsitzender der Konrad Adenauer Stiftung. In der Legislatur 1976 bis 1980 war er Abgeordneter im Deutschen Bundestag (CDU). Daneben ist Langguth ist als Publizist tätig. Er hat Biographien über Angela Merkel und Horst Köhler geschrieben.
Christoph Metzelder spielt seit 2007 bei Real Madrid und wurde dort gleich im ersten Jahr spanischer Meister. Im Interview mit The European erzählt der deutsche Nationalspieler, warum Fußball mehr leisten kann als Politik, wieso er Frank-Walter Steinmeier bewundert und wofür er sich heute schon, ohne einen Ministerposten innezuhaben, politisch einsetzt.
Die Deutschen lieben Horst Köhler in seiner Rolle als Anti-Politiker. Sein Einfluss auf die politische Klasse tendiert allerdings gegen null. Noch vier Jahre ist Köhler im Amt, für Regierung und Opposition verschwindet er bereits jetzt in der Bedeutungslosigkeit.
In der Debatte um den Bundespräsidenten bricht Ex-Bundesfinanzminister Theo Waigel eine Lanze für seinen alten Weggefährten Horst Köhler: Die Parteipolitiker in Deutschland seien ihm bei seinen Visionen leider nicht gefolgt. Besonders lobt er dessen Unabhängigkeit und seine Solidarität mit Schwächeren.
In Afghanistan kommen deutsche Soldaten ums Leben, in einem Einsatz, der längst nicht mehr nur den zivilen Aufbau des Landes schützen soll. Die Bundeswehr soll auch ökonomische Interessen schützen, ob das die deutsche Bevölkerung nun wahrhaben will oder nicht.
Der Rücktritt Horst Köhlers kommt zum ungünstigsten Zeitpunkt für die politische Elite in Berlin. Am Höhepunkt der Parteienverdrossenheit tritt der beim Volk beliebte Köhler zurück. Das wird auf alle Parteien zurückschlagen. Eng wird es jetzt vor allem für die Kanzlerin.
Die Diskussion über eine “für unsere Nation wichtige und schwierige Frage” wollte Horst Köhler anstoßen – doch mit seinem Rücktritt macht er gerade diese Debatte noch schwieriger.
Angela Merkel wird nach Horst Köhlers Rücktritt im Amt bleiben und das tun, was sie am besten kann: ihre Macht erhalten. Die Union und die FDP werden mit einem starken Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten die Chance für einen schwarz-gelben Neustart nutzen.
Auf die Versteinerung der Parteien folgt nun deren Zerbröseln. Die Rücktritte von Köhler, Koch & Co. zeugen von dem Fehlen realistischer Handlungsperspektiven und klarer Strategien. Die politische Elite Deutschlands wird kaum die nötigen Kräfte mobilisieren können.
Der Wahlkampf von Christian Wulff und Joachim Gauck war kein Wahlkampf um Inhalte, denn beide Männer gehören demselben politischen Lager an. Der Wahlkampf war einer um Beteiligung. Deshalb sollen künftig alle Menschen, die in Deutschland leben, ihr Staatsoberhaupt wählen.