Ihr seid nicht nur Konsumenten. Ihr seid Bürger, das heißt Gestalter, Mitgestalter. Joachim Gauck

Artikel zum Tag “Holocaust”

Papst_mit_rabbi_riccardo_di_segni_in_rome

Kommentar

Der Papst und das Taktgefühl

Seitenhiebe gegen die älteren Brüder

Die katholisch-jüdischen Beziehungen haben sich unter Papst Benedikt XVI. deutlich verschlechtert. Indem Joseph Ratzinger den überwunden geglaubten kirchlichen Antijudaismus aufwertet, rückt er zugleich von den theologischen Errungenschaften des Zweiten Vatikanischen Konzils ab.

von Bernd Buchner 25.01.2010

Michel_friedman

Gespräch

Deutsch-jüdische Erinnerungskultur

„Wie wirst du zum Mörder?“

Das deutsch-jüdische Verhältnis ist gut, Deutschland tut aber zu wenig, um die Erinnerung an den Holocaust aufrechtzuerhalten. Diese Aufgabe fällt der jüdischen Gemeinde zu. Und die verändert sich, erklärt Michel Friedman. Ein Großteil der heute in Deutschland lebenden Juden kommt aus der ehemaligen Sowjetunion. Diese Menschen sehen sich als Sieger über Nazideutschland, nicht als Opfer.

von Michel Friedman 14.05.2010

Noure_azade

Kommentar

Ein Jahr grüne Revolution im Iran

Zum Skifahren in den Iran

Die grüne Revolution schenkte vielen Exiliranern ein neues Selbstbewusstsein. Vorbei sind die Zeiten, in denen sie sich verschämt als Perser bezeichneten. Dank der Bilder des zivilen Ungehorsams aus Teheran, der häufig mit brutaler Gewalt durch die Polizei niedergeschlagen wurde, ist ein neues Bild der IR Iran entstanden.

von Anonym 19.09.2010

102245142

Kommentar

Erdogans Kehrtwende

Türkisch für Anfänger

Die Entwicklung in der Türkei gibt Anlass zur Sorge – längst gehen Extremisten und Holocaustleugner in Ankara ein und aus. Der Westen muss auf Erdogan zugehen und seine Wertschätzung zeigen, will er die Türkei als Verbündeten nicht verlieren.

von Christian Böhme 24.06.2010

Aly_g_tz

Köpfe

Aly, Götz

Historiker und Journalist

Der Historiker und Holocaust-Experte wurde im Jahr 2006 vom Bundespräsidenten als Nachfolger von Alexander Gauland für fünf Jahre in den Stiftungsrat des Berliner Jüdischen Museums berufen. Aly besuchte nach dem Abitur die Deutsche Journalistenschule in München, ehe er Geschichte und Politische Wissenschaft in Berlin studierte und 1971 mit einem Diplom abschloss. 1978 promovierte er im Fach Politikwissenschaft. Anschließend arbeitete Aly er als Journalist für die „taz“, „Berliner Zeitung“ und die „FAZ“. 1994 habilitierte er sich am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin.

Sarrazin

Kommentar

Sarrazin und die öffentliche Meinung

Am Ende steht immer Auschwitz

Als Querdenker erfährt Thilo Sarrazin Zustimmung aus der Bevölkerung: als einer, der endlich die Probleme anspricht. Doch es ist zu leicht, die öffentliche Meinung als dumm und latent rassistisch abzutun. Da müssen einem schon bessere Argumente einfallen.

von Jan Fleischhauer 06.09.2010

Michel_zappa

Kolumne

Der Islam und Europa

Allahs Halbmond über Bellevue

Der Islam gehört nicht zur Geschichte Europas, die Muslime aber sehr wohl zur Gegenwart Deutschlands. Es ist grotesk, nach Jahrhunderten der Ablehnung jetzt die jüdisch-christliche Tradition gegen den Islam in Stellung zu bringen. Wir müssen lernen, mit einer neuen religiösen Minderheit zu leben und sie als Bürger anzuerkennen.

von Alexander Görlach 06.10.2010

103721044

Gespräch

Judentum in Deutschland

„Wir müssen die Menschen wieder in Traditionen verwurzeln“

Die Amtszeit von Charlotte Knobloch geht Ende November zu Ende. Mit The European sprach die Präsidentin des Zentralrats der Juden über Leitkultur, die Bedeutung von Religion und die Herausforderungen der kommenden Jahre.

von Charlotte Knobloch 24.11.2010

Ll

Gespräch

Kriegsfotografie und Fotojournalismus

„Fotos sind wie ein guter alter Wein“

Seit dem Zweiten Weltkrieg fotografiert David Rubinger. Erst in Pariser Bars, dann Kriege und Staatsführer. Mit Louisa Löwenstein sprach er über die Bedeutung des Fotojournalismus und den Inhalt von Filmrolle 577.

von David Rubinger 29.11.2010

Gulag11

Kommentar

Über das Lustige an Leichenbergen

Links, zwo, drei

Unser Kolumnist fühlt sich eigentlich unwohl, wenn man Menschen aus politischen Gründen einsperrt. Aber für Holocaustleugner macht er eine Ausnahme – und findet, dass auch für Stalinisten noch genug Platz im Strafvollzug sein sollte.

von David Baum 10.02.2011

Werbepartner
meistgelesen / meistkommentiert