„Es stört mich nicht, was meine Minister sagen, solange sie tun, was ich ihnen sage.“ Margaret Thatcher
Rauschende Nacht oder Straßenschlacht: Während Jugendliche aus der Mittelschicht den Aufstand gegen Ahmadinedschad proben, geben die Ausgeschlossenen die Handlanger des Regimes. In den gehobenen Kreisen hält man sich fein raus: Let‘s party ist hier oberstes Gebot. Ein Streifzug durch die junge Welt des Iran.
Kurz vor der iranischen Revolution lasen die Studenten Romane von Gorki, Sartre und Erich Fromm. Dann verblühte die Hoffnung nach einem kurzen “Frühling der Freiheit”. Jetzt ist eine neue, selbstbewusste Jugend am Werk, die auf ihre ganz eigene Weise für Freiheit kämpft.
Die grüne Revolution schenkte vielen Exiliranern ein neues Selbstbewusstsein. Vorbei sind die Zeiten, in denen sie sich verschämt als Perser bezeichneten. Dank der Bilder des zivilen Ungehorsams aus Teheran, der häufig mit brutaler Gewalt durch die Polizei niedergeschlagen wurde, ist ein neues Bild der IR Iran entstanden.
Die Grüne Revolution im Iran macht dem Regime zu schaffen, denn die Opposition ist lebendiger denn je. Die ständige Überwachung der Informationskanäle der neuen Medien frisst Unsummen an Geld. Geld, das dem wirtschaftlich angeschlagenen Staat an anderer Stelle fehlt.
Irans Regime sieht sich durch die Umwälzungen in der arabischen Welt bestätigt: Prowestliche Regierungen wanken, profitieren könnte Teheran. Doch ein Sturz der syrischen Baath-Regierung könnte auch die Macht der iranischen Führung ins Wanken bringen.