„Man kann nicht genug betonen, welchen Schaden die 35-Stunden-Woche unserem Land gebracht hat.“ Nicolas Sarkozy
Selbstdisziplin ist eine Frage der Ehre und Humor die wichtigste Eigenschaft echter Demokraten: Vermutlich würde keine europäische Nation den eigenen Niedergang so gut verkraften wie Großbritannien. Dietrich Schwanitz’ Länderkunde erklärt, warum.
Großbritannien mag eine Kulturkrise bevorstehen, an den liebenswerten Marotten der Windsors wird aber auch das nicht viel ändern. Ein Auszug aus Alexander von Schönburgs Buch “Was sie immer schon über Könige wissen wollten, aber nie zu fragen wagten” mit einer kleinen Abhandlung über die kulinarischen Eigenarten des britischen Königshauses.
Wer in Berlin die Kreuzung aus englischer Landmode und Poppercoolness sucht, pilgert zu einer der beiden Boutiquen des anglophilen Mode-Start-ups “Chelsea Farmer’s Club”. Inhaber Christoph Tophinke plaudert im Tweed über die Wurzeln der britischen Eleganz, deutsche Modekomplexe, den jungen Adel und die Spießigkeit der Hauptstadt.
Der Journalist und Autor wurde 1952 in Hereford (Groß-Britannien) geboren. Seit 1993 berichtet er als Korrespondent der britischen Tageszeitung „The Times“ aus Deutschland. Dort wurde er vor allem durch seine bissig-ironischen kulturanthropologischen Betrachtungen der Deutschen aus der Sicht eines Ausländers bekannt. Boyes war unter anderem Moskau-Korrespondent für „Reuters“, Bonn-Korrespondent für die „Financial Times“ und Warschau-Korrespondent für „London Times“. Boyes hat am renommierten „King’s College“ in London Politikwissenschaft, Germanistik und Schwedisch studiert.
Labour, außenpolitisches Selbstbewusstsein, die Wirtschaft, das Pfund und die Moral – alles liegt in Großbritannien momentan am Boden. Roger Boyes, Berlin-Korrespondent der London Times, im Interview über die Gründe für die britische Untergangsstimmung. Das Gespräch führte Constantin Magnis
Gordon Browns Aussichten auf einen Wahlsieg schwinden täglich, weil er kleinlich regiert, statt zu führen. Angela Merkel mag ängstlich auf Browns verzweifeltes Aufbäumen blicken, denn beide teilen dieselbe Schwäche: ihren Führungsstil.
Gordon Brown Führungsschwäche zu unterstellen ist unsinnig. Denn die Amtszeit des Premiers ist überladen mit Problemen, für die der Schotte wenig kann.
Der britische Politikkenner und Blair-Vertraute Richard Lord Wilson of Dinton hält die kommenden Unterhauswahlen für ein “faszinierendes Rätsel”. Im Gespräch mit The European spricht er außerdem über die Bürde einer langen Regierungszeit, den strahlenden Herausforderer David Cameron und den möglichen Wahlausgang. Die Fragen stellte Mark Fliegauf.