Der in Sierra Leone geborene Biologe und Genetiker wurde 2007 vom „Time Magazine“ zu einem der 100 einflussreichsten Menschen gewählt. Monty kreuzte erfolgreich asiatische und afrikanische Reispflanzen, um eine möglichst robuste Sorte zu erzeugen, die beim Kampf gegen den Hunger helfen soll. Er ist Direktor des „Forum for Agricultural Research in Africa“. Monty ist einer der wenigen im Ausland ausgebildeten Spitzenwissenschaftler, der nach seiner Ausbildung zurück in sein Heimatland ging, um dort zu helfen.
Die gesellschaftlichen Spannungen überall auf dem Planeten können auf Kränkungen zurückgeführt werden. Diese Kränkungen führen die Menschen in Identitätskrisen, die sie oftmals nur über gefährliche Auswege bewältigen können. Das Interview führte Oliver Scheiner.
Der Direktor des Instituts für Humangenetik der Charité wurde 1941 geboren. Sperlings wissenschaftlichen Schwerpunkte sind die klinische und experimentelle Zytogenetik sowie die molekulare Analyse von Krankheiten mit DNA-Reparaturdefekten. 1994 erregte er Aufsehen mit einer Veröffentlichung, die für die Zeit neun Monate nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl eine Häufung von Trisomie-Fällen bei Geburten in Berlin nachwies. Sperling ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und Senator der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina.
Die Debatte um die Abschaffung Deutschlands ist um eine Facette reicher: So wie die Juden ein bestimmtes Gen teilen, so teilen es auch die Muslime. Meint Thilo Sarrazin. Die einen werden Banker, die anderen werden Gemüsehändler. Die Studie, auf die er sich bei seiner Thesenbildung bezieht, hat er falsch verstanden. Positive Eigenschaften oder gute Werthaltungen werden nicht vererbt. Die können alle in demselben Maße erlernen. Oder dabei scheitern.
In seinen Äußerungen beruft Thilo Sarrazin sich auch auf die Studien des US-Genetikers Harry Ostrer. Jetzt wehrt der Wissenschaftler sich: Seine Forschungsergebnisse würden verzerrt dargestellt. Eine genetisch bedingte Gruppenidentität gibt es nicht.
Die Macht der Gene wird überbewertet, findet der Wissenschaftsautor Jörg Blech. Viel wichtiger sind Umwelteinflüsse; genetisch kodiertes Schicksal gibt es nicht. Mit Jörg Blech sprach Martin Eiermann.
Der niederländische Schriftsteller Leon de Winter ist bekannt für seine islamkritische Haltung. Mit Florian Guckelsberger und Martin Eiermann sprach er über Hürden der Integration, Rechtspopulismus und seine neue Heimat Amerika.
Juan Enriquez propagiert den Homo Evolutis. Im Gespräch mit Alexander Görlach erläutert er seine These: Wir sind in der Lage, den Kurs der Evolution durch Technologie zu beeinflussen.
Welche Funktion hat interkultureller Austausch in einem global vernetzten Zeitalter? Als Anthropologe und Ethnobotaniker erforscht Wade Davis die entlegensten Winkel der Erde. Mit Cora Currier sprach er über Umwelttourismus und die Rolle der Mythologie im 21. Jahrhundert.
Der Statistiker und Philosoph Nick Bostrom leitet das Oxford Future of Humanity Institute. Mit Martin Eiermann sprach er über existenzielle Bedrohungen, genetische Manipulationen und die Bedeutung der Moral für technologischen Fortschritt.