„Die Wartezeit, die man bei Ärzten verbringt, würde in den meisten Fällen ausreichen, um selbst Medizin zu studieren.“ Dieter Hallervorden
Die weltweite Finanzkrise zeigt noch überall auf der Welt ihre hässliche Fratze. Um sie zu überwinden, müssen die Staaten dieser Welt gemeinsame Konzepte entwickeln. Dass in diesem Jahr die G8- und G20-Gipfel zeitgleich in Toronto stattfinden, hat daher hoffentlich mehr als nur symbolischen Charakter.
Vor dem Treffen der G20-Staaten kam der politische Nachwuchs auf dem G8/G20 Youth Summit zusammen. Die deutsche “Jugend-Kanzlerin”, Nicole Bogott, fordert von dem Gipfel der realen Entscheidungsträger: Gestaltet eure Modelle realistischer.
Der G8/G20-Gipfel Toronto entpuppte sich als teuer und ineffektiv. Dabei zeigen entschiedene Schritte einzelner Länder, dass die Weichen für wichtige Entscheidungen leider nicht mehr in internationaler Zusammenarbeit gestellt werden. Immerhin kann man so die Macht der Finanzlobby brechen.
Die Grünen-Politikerin Ursula Eid ist Mitglied im Nationalen Rat für Nachhaltige Entwicklung und Vorsitzende des Beraterkreises für Wasser und sanitäre Grundversorgung des UN-Generalsekretärs. Zuvor arbeitete sie zwanzig Jahre als Mitglied des deutschen Bundestages, unter anderem als Staatssekretärin im Entwicklungsministerium sowie als G8 Afrika-Beauftragte.
Wenn die Mächtigen der Welt auf dem G8-Gipfel zusammenkommen, dann treffen sich die Feinde des Internets. Die französische Begeisterung für Netzsperren und Webfilter schafft dabei der deutschen IT-Industrie begehrten Aufwind, während die Staatenlenker doch nur verbergen wollen, dass sich die Macht zu ihren Ungunsten verschiebt.
Event ist die Feier der totalen Kommerzialisierung: Dass jetzt auch Abiturbälle zu kostenpflichtigen, von Eventagenturen betreuten Gesellschaftsereignissen werden, lässt für die formierte Gesellschaft nur das Beste erwarten.
Im Westen steht Putin für Stagnation und Autokratie. Aus der Binnenperspektive ist er jedoch bereits jetzt der Reformator, der das Land aus der großen Krise der Neunzigerjahre befreit hat. So erklärt sich auch seine ungebrochene Beliebtheit in der Bevölkerung. Doch für die kommende junge Generation dient nicht mehr die Krise der Vergangenheit als Referenz, sondern der Lebensstandard in Europa.