Die deutsche Nachkriegsgeschichte könnte ein Beispiel dafür sein, wie der Westen heutzutage mit dem Islamismus umgehen könnte: Er muss ein glaubwürdiges Versprechen geben, dass er ein besseres Leben zu bieten hat.
Eine neue Front im Krieg gegen den Terror? Wer die jetzt im Jemen eröffnen will, spielt am Ende womöglich den Fundamentalisten in die Hände. Denn der Jemen braucht dringend internationale Unterstützung. Aber El Kaida ist sein geringstes Problem.
Der FDP-Sicherheitspolitiker Rainer Stinner reist direkt nach dem Beschluss über EU-Sanktionen gegen das Regime in den Iran. Damit unterminiert er die Wirkung des politischen Drucks und hilft mit, das Leid der iranischen Bevölkerung zu verlängern. Weil sein Gegenüber nicht an Frieden interessiert ist, sollte Stinner zu Hause bleiben.
Der Keim des Totalitarismus in Europa aber lebt weiter. Kein Wunder also, dass die Anschläge in Norwegen dazu genutzt werden, pauschal alle Konservativen in die Pfanne zu hauen und weiter gegen die USA und deren Freiheits-Export zu wettern.
Aufgewachsen ist sie in Tunesien, studiert hat sie dann in Deutschland. Seitdem publiziert Khadija Katja Wöhler-Khalfallah über die Ursachen des islamischen Fundamentalismus und die Vernetzungen fundamentalistischer Bewegungen in den Heimatländern bis hin nach Deutschland. Ihr jüngstes Werk „Islamischer Fundamentalismus: von der Urgemeinde bis zur deutschen Islamkonferenz“ ist 2009 beim Verlag Hans Schiler erschienen.
In den Revolutionen Nordafrikas liegt eine große Chance, auch für den Westen – säkulare Regierungen könnten emanzipiert auf Augenhöhe mit der EU verhandeln. Mit den Fundamentalisten ist dagegen kein Staat zu machen und daran sind nicht zuletzt wir Europäer schuld.