Ein Jahr lang duschen, 250 km Auto fahren und 20 Tage lang Licht brennen lassen – diese Werte entsprechen der Produktion von nur einem Kilo Rindfleisch. Wen das noch nicht überzeugt, der denkt vielleicht mal an die Tierquälerei in der Massenzucht und daran, dass Fleischverzicht das Risiko von Herzerkrankungen deutlich minimiert.
Grillfleisch schmeckt – zumindest, wenn es mit gutem Gewissen gegessen werden kann. Neben dem positiven eigenen Befinden hat Biofleisch aber noch einen anderen Vorteil, denn eine verantwortungsvolle Nutztierhaltung ist auch gut fürs Klima.
Im Sommer lassen sich viele gern Steak und Würstchen schmecken. Aber das Grillvergnügen hat unerwünschte Nebenwirkungen in Form von CO₂-Emissionen, Flächenverbrauch und schwindenden Regenwäldern. Zum Glück gibt es Alternativen.
Der Deutschen liebste Sommerbeschäftigung professionalisiert sich: Hobby-Griller brillieren längst mit fundiertem Fachwissen über Garpunkte verschiedener Lebensmittel und Kerntemperaturen. Über dem Freiluftrost sind der Fantasie wie am heimischen Herd keine Grenzen gesetzt.
Krisen machen besinnlich. Unsere Gesellschaft isst wie besinnungslos Fleisch. Masse statt Qualität. Der deutsche Weinbau hat vor Jahren schon den Weg aus der Massenproduktion gefunden. Er taugt als Vorbild.
Das Problem ist verwickelt wie eine Roulade: Darf der Mensch Tiere schlachten, um sie später in Form eines Steaks auf dem Grill zuzubereiten? Descartes machte Tier zu Schlachtvieh, denn es habe weder Seele noch Geist. Doch der Philosoph kannte moderne Schlachtfabriken nicht. Es scheint an der Zeit, unsere Seelen zu retten.
Mutter wusste noch, was gutes Essen ist. Heute werden immer mehr Menschen Zeugen der eigenen Verfettung. Dabei ist Bio durchaus erschwinglich – und gut in zweifacher Hinsicht. Neben der Gesundheit geht es auch um die ethisch vertretbare Herkunft der Nahrungsmittel.
Auch wenn uns die ökologischen und ethischen Probleme von Fleischkonsum bewusst sind, geht vielen von uns ein Leben als Vegetarier dann doch zu weit. Aber es geht auch weniger krass: Wenn jeder auf ein bisschen Fleisch verzichtet, ist am Ende allen geholfen.
Unseren Wasserverbrauch könnten wir an vielen Stellen verringern. Wichtiger ist allerdings, die Wassergroßverbraucher zu identifizieren.