“Antichrist” hat der dänische Regisseur Lars von Trier seinen jüngsten Film genannt, in dem er die Selbstzerfleischung eines Ehepaars in der Wald-Wildnis aufgehen lässt. Das Böse jedoch, das von Trier hier beschwört, ist nicht so gefährlich, wie es tut.
Es ist nicht zu übersehen: Zombies und Vampire sind beliebt wie nie. Von “Zombieland” über “True Blood”, von “Plants vs. Zombies” bis hin zu “Pride and Prejudice and Zombies” – Film, Fernsehen, Computerspiel und Literatur sind kontaminiert. Wenn so viel Totes grassiert, muss es Gründe geben. Ein Erklärungsversuch.
Das 3D-Kino ist erwachsen geworden. Längst lenkt die Technik nicht mehr von schlechtem Inhalt ab, sondern unterstreicht guten. Kein Wunder, dass die Regisseure die dritte Dimension vor allem als Kunstmittel für ihre Filme entdecken.
“Das Kabinett des Dr. Bondi” war einer der ersten Spielfilme, die Anfang der 50er-Jahre mit 3D-Technik produziert wurden. Die Horrorgeschichte um den Betreiber eines Wachsfigurenkabinetts wurde – wegen oder trotz 3D-Optik – zum Publikumserfolg.
Der technische Aufwand, 3D-Filme herzustellen, ist eigentlich gar nicht so groß. Trotzdem wird es noch eine Weile dauern, bis das Filmerlebnis der anderen Art auch die Wohnzimmer erobert.
3D erobert den deutschen Kinomarkt, aber auch Mobiltelefone und das Fernsehen erschließen sich uns bald in einer dreidimensionalen Welt. Wenig verwunderlich ist es da, dass auch an Filmschulen munter 3D-Projekte sprießen. Thomas Haegele, Leiter des Animationsinstituts der Filmakademie BaWü, sprach mit Bettina Koller.
3D ist die Zukunft: Für diesen Markt hat der Produzent Holger Hage auch einen neuen Mystery-Thriller ausgelegt. Im Gespräch mit Bettina Koller erklärt er, was bei 3D außer der Technik noch von Nöten ist.
Michael Born ist verantwortlich für einen der größten Betrugsfälle im deutschen Fernsehen. Weit über 30 gefälschte Filme hatte er in den 90er-Jahren an Magazinsendungen verkauft, die meisten an “Stern TV”. Mit The European spricht er über die Vorfälle und erklärt, warum Fernsehen zu Hause tabu ist.
Mit “Berlin Calling” erreichte der Regisseur Hannes Stöhr Technofreunde und Technoskeptiker. Mittlerweile hat sich der Film verselbstständigt und wird in Argentinien neu übersetzt. Der Clou: Die Übersetzer sprechen kein Wort Deutsch.
Die japanische Tragikomödie “Nokan” entwickelt sich zum Überraschungserfolg des Kinowinters. Sie wartet auf mit skurrilen Charakteren und einer morbiden Geschichte, ist aber auch eine Parabel auf das Wesen der Kunst.