„Ich rede am liebsten mit Kindern; denn von ihnen darf man doch hoffen, dass sie einmal Vernunft-Wesen werden. “ Søren Kierkegaard
Die CDU-Politikerin, Jg. 1977, ist seit 2009 Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Schröder trat 1994 in die CDU ein und hat seit 2002 ein Bundestagsmandat. Sie studierte Soziologie, Mittlerer und Neuerer Geschichte, Philosophie und Politikwissenschaft an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. 2009 promovierte Sie dort am Institut für Politikwissenschaft unter Prof. Jürgen Falter.
Warum die “Bürgerliche Gesellschaft” für die Fragen der Zukunft am besten gewappnet ist.
Ein Jahr ist seit dem Amoklauf von Winnenden vergangen. Es gibt keine geeigneten Maßnahmen, die solche Taten verhindern. Wir sind den Tätern schutzlos ausgeliefert.
Der Bundesgerichtshof hat klargestellt: Der Abbruch lebenserhaltender Maßnahmen ist statthaft, wenn er sich auf den Willen des Patienten berufen kann. Damit, so heißt es, sei die Selbstbestimmung gestärkt worden. Die Freude über das Urteil übersieht jedoch: Das hohe Gut der Selbstbestimmung ist manchmal nur eine Matrjoschka, in der sich Unfreiheit verbirgt. Ein wirklich guter Tod wäre ein Tod in Geborgenheit.
Die klassische Familie hat keinesfalls ausgedient, so Bundesfamilienministerin Kristina Schröder im Gespräch mit The European. Andere Lebensformen gewinnen aber immer mehr an Bedeutung. Darauf muss sich moderne Familienpolitik einstellen: mit Angeboten an Alleinerziehende, homosexuelle Paare und Patchworkfamilien.
In unserem Land werden nur wenige Vorschläge heftiger diskutiert als diejenigen zur Familienpolitik. Aber wer oder was ist Familie eigentlich und welche Aufgaben ergeben sich dadurch für die Politik?