„Da muss man kein Mathematiker sein, da reicht Volksschule Sauerland, um zu wissen: Wir müssen irgendetwas machen.“ Franz Müntefering
Der 1947 in Duisburg geborene Theologe ist seit 2003 Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland. Schneider ist außerdem Mitglied des EKD-Rats und hat sich im Ruhrgebiet immer wieder für den Erhalt von Arbeitsplätzen in der Kohle- und Stahlindustrie eingesetzt. Seine Aussage, Jesus sei keinen Sühnetod gestorben, wird noch heute von vielen Christen kritisiert.
Die 1958 in Marburg geborene Theologin und Pfarrerin war von 2009 bis 2010 Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland. Von diesem Posten trat sie freiwillig zurück, nachdem bekannt wurde, dass sie betrunken am Steuer saß. Käßmann lehrte nach ihrem Rücktritt an der Emory University (USA) und hat seit Januar 2011 die „Max Imdahl-Gastprofessur“ an der Ruhr-Universität Bochum inne.
Gerade war sie an die Spitze der evangelischen Kirche getreten. Erst im Oktober 2009 wurde Margot Käßmann zur Ratsvorsitzenden gewählt. Nachdem Sie am 21. Februar 2010 unter Alkoholeinfluss am Steuer ihres Dienstwagens angehalten wurde, verkündete sie nun ihren Rücktritt. Lesen Sie, was sie damals im Interview mit The European über sich, ihren Glauben und ihren neuen Posten sagte!
Zum Reformationsfest heute als Katholik die Feststellung: Die Reformation muss weitergehen. Die Zeichen stehen auf Weiterfahrt.
Der Prälat wurde am 20.7.1965 in Berlin geboren und studierte von 1984 bis 1991 Evangelische Theologie. Seit Februar 2009 ist er Bevollmächtigter des Rates der EKD bei Bundestag, Bundesrat und Europäischer Union. Bernhard Felmberg ist Vorsitzender der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) und der Evangelischen Zentralstelle für Entwicklungshilfe (EZE). Er ist außerdem Aufsichtsratsmitglied des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED).
Der Rücktritt der Ratsvorsitzenden war unumgänglich. Glaubensgemeinschaften ohne Glaubwürdigkeit gehen zugrunde. Die evangelische Kirche hat nun die Chance auf einen geistlichen Neuanfang.
Die Ökumene komme nicht voran, heißt es. Längst nicht nur theologische Streitpunkte sind aber für diesen Eindruck verantwortlich. Ökumene ist oft leider ein anderes Wort für Ahnungslosigkeit und Selbstaufgabe.
Die Legalisierung der Präimplantationsdiagnostik macht es möglich, dass künstlich gezeugte Kinder gar nicht erst ausgetragen werden, wenn die Embryonen Krankheiten oder Gendefekte aufweisen. Die Bedenken wiegen schwer. Besonders die Möglichkeit einer eugenischen Auslese der Besten beunruhigt die Kritiker.
Nikolaus Schneider ist seit zwei Wochen Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland. Beschleunigt sich unter ihm die protestantische Selbstmarginalisierung?
Die großen christlichen Strömungen im Land bleiben uneins. Seit der Papst die evangelische Kirche als bloße „kirchliche Gemeinschaft“ bezeichnet hat, sind die Fronten verhärtet. Dabei sind ökumenisch engagierte Christen der Überzeugung, dass es genügend Gemeinsamkeiten gibt.