In Dubai ist durch Größenwahn und dummes Ölgeld eine kalte, künstliche Welt entstanden, die jetzt in sich zusammenfällt. Darüber ist sich die westliche Welt nahezu einig.
Kunststoff ist sicher, effizient und umweltschonend. Plastik ist ein nachhaltiger Werkstoff: Autos sparen Kraftstoff, Dämmstoffe senken den Energieverbrauch, Produkte lassen sich mit wenig Material sicher verpacken. Statt das Erdöl als Treibstoff zu verbrennen, sollte Kunststoff daraus werden, um wertvolle Energie zu sparen.
Studien der britischen Regierung besagen, dass schon in 20 Jahren die Erdölexploration eine stark fallende Tendenz aufweisen wird. Das Ende der privatwirtschaftlichen Nutzung von Erdölprodukten ist also schon zu sehen. Der Markt der E-Mobility wird also sehr viel schneller als angenommen explodieren.
Quer durch den Nordkaukasus verlaufen historische, ethnische und religiöse Konfliktlinien, denen die Ordnungsmacht Russland nicht Herr werden kann. Vermutlich von der al-Qaida unterstützt, formiert sich ein neuer gefährlicher islamistischer Untergrundkampf gegen Russland.
Viele Umweltschützer lassen kein grünes Haar an US-Präsident Barack Obama. Nicht so der Ökologe David de Rothschild. Er glaubt an den guten Willen des Präsidenten. Rothschild wünscht sich noch mehr Härte bei Obama, um seine Ökopolitik durchzusetzen. Das Gespräch führte Alexander Görlach.
Im Sudan brodelt es. Nach dem Völkermord in Darfur steht die südliche Region Abyei vor der Abspaltung und der Unabhängigkeit. Das wird Präsident Bashir nicht zulassen. Das Morden wird aufs Neue losgehen.
Die mögliche Unabhängigkeit des Südsudans verschärft die Krise in Afrikas größtem Staat. Präsident Bashir wird nicht auf die Öleinkommen des Südens verzichten wollen, internationale humanitäre Regeln sind ihm egal. Trotzdem ist eine Strategie von Zuckerbrot und Peitsche die einzige Option, einen Krieg zu verhindern.
Wie wird die sudanesische Regierung mit dem geplanten Referendum im Januar umgehen? Es besteht die Möglichkeit, dass Darfur und der Südsudan gegeneinander ausgespielt werden. Denn je instabiler die Region ist, desto fester sitzt Präsident Bashir im Sattel.
Wenn das Referendum mit rechten Dingen zugeht, wird eine gewaltige Mehrheit der Südsudanesen für die Abspaltung ihrer Heimat votieren. Der erste neue Staat in Afrika seit 17 Jahren würde entstehen. Und es dürfte nicht der letzte sein.
Dem Sudan stehen stürmische Zeiten bevor. In weniger als 50 Tagen wird die Bevölkerung des Südsudans darüber abstimmen, ob sie weiterhin sudanesische Staatsbürger bleiben möchten oder einen unabhängigen Staat Südsudan gründen wollen.