Der Politikberater hat Volkswirtschaftslehre an der Technischen Universität Berlin studiert und war danach mehrere Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) und später als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) tätig. Schwerpunkte der Forschungsarbeit und umweltpolitischen Beratung waren die Umwelt- und Ressourcenökonomik sowie Themen der Umwelt- und Energiepolitik. Seit Dezember 2008 ist er Referent für Grundsatzfragen im Liberalen Institut.
Und sie laufen und laufen und laufen: Mit allerhand Tricks und Unterstützung aus der Politik holt die Atomwirtschaft aus ihren Meilern, was nur eben geht – mit Versorgungssicherheit hat das nichts, mit Profitinteresse alles zu tun.
Schon Max Weber wusste, dass gute Politik auch immer Leidenschaft benötigt. Der Zuspruch zur Atomenergie stiftet Identität innerhalb der Union. Noch. Denn Minister Röttgen bläst mit Kanzlerin Merkels Zustimmung zum Angriff.
Die Renaissance der Atomkraft erschwert den Start ins neue Energiezeitalter. Doch das ist bei Weitem nicht das Schlimmste. Die Änderungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz sorgen dafür, dass 2012 bei der Solarwirtschaft die Lichter ausgehen. Ein kleines Gesetz und seine große Wirkung.
Die EU ist kein christlicher Club. Auch für ein muslimisches Land muss Platz sein in der Staatengemeinschaft. Eine integrierte Türkei kann zum Stabilitätsgaranten in der Region werden – und dazu beitragen, Europas Sicherheit und Energieversorgung zu garantieren.
Europa ist wie kaum eine andere Region vom Öl-Import abhängig, zumeist aus krisengefährdeten Gebieten. Wir müssen uns überlegen, ob wir weiterhin blutgetränktes Öl in unsere Tanks schütten wollen, oder ob es nicht doch an der Zeit ist, nach Alternativen Ausschau zu halten.
Unsere Atomkraftwerke müssen für mindestens drei Monate abgestellt werden – das gebietet das Kalkar-Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Selbst eine Entschädigung an die Konzerne erübrigt sich. Mit dem Geld können wir endlich die Erneuerbaren Energien voll unterstützen.
Damals Sputnik, heute Fukushima: Warum sollten es die Deutschen nicht schaffen, die Katastrophe in Japan für eine neue Welle technologischer Innovationen zu nutzen? Fest steht, dass wir bei allen Gefahren, die andere Energiequellen bergen, nicht vergessen dürfen, dass radioaktiver Müll von keiner Regierung der Welt Jahrtausende kontrolliert werden kann.
Er studierte an der School of Oriental and African Studies der University of London, in Moskau und Leningrad. Für „zenith – die Zeitschrift für den Orient“ schreibt Alexander von Hahn zu Energiethemen und dem arabisch-russischen Verhältnis. Er war Berater der estnischen Regierung zu Privatisierungsfragen und Direktor der Investmentfirma Europa Capital Management mit Fokus auf dem Öl- und Gassektor. Seine Artikel sind unter anderem bei „Russia Now“ und der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ erschienen. Von Hahn schreibt außerdem auf dem Blog „Fair Vote for Russia“.
Kein anderes Politikfeld ist in Deutschland so umstritten wie die Energiepolitik. Der Widerstreit zwischen Klima- und Naturschutz ist da nur ein Beispiel von vielen. Jetzt wo der Ausstieg besiegelt ist, gilt es kühlen Kopfes die richtigen Entscheidungen zu treffen.