„Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen.“ Winston Churchill
Die deutschen Bischöfe holen sich Rat bei der Unternehmensberatung McKinsey. Doch beim Vatikan stoßen solche Initiativen auf wenig Gegenliebe. Für die Glaubenshüter in Rom drängt sich der Verdacht des Relativismus auf.
Die katholische Kirche betreibt den Reformstau. Zur Modernisierung der Kirche sind tief greifende Veränderungen notwendig. Doch unter Papst Benedikt bewegt sich die Kirche in die entgegengesetzte Richtung. Der Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils ist damit passé.
Aufgebrachte Diskussionen mit rauem Umgangston sind im Netz allgegenwärtig. Was die Menschen dabei so auf die Palme bringt, ist genau diese vermeintlich öffentliche Empörung.
Wir leben in einer Gesellschaft, in der sich der Einzelne zunehmend ohnmächtig und isoliert fühlt. Die politische Elite bedient sich Worthülsen und verliert Glaubwürdigkeit, während die Medien von Skandal zu Skandal leben. Dabei kann uns gerade die Sprache helfen, wieder zueinander zu finden.
Immer lauter scheinen sich die Menschen im Netz zu ereifern, immer drastischere Geschütze werden aufgefahren. Die Fragen gehen dabei oft haarscharf am Kern der Probleme vorbei. Deutschland braucht die diskursive Abkühlung.
Die Thesen des Bestsellerautors Thilo Sarrazin mögen „umstritten“ sein. Unumstritten aber zeigen viele seiner Kritiker, dass sie Demokratie mit Gesinnungsherrschaft verwechseln.