„Die Kriminalisierung des Drogenkonsums hat weder Angebot noch Nachfrage grundlegend verändert.“ Wolfgang Nešković
Er ist persönlich haftender Gesellschafter des Verlag Eugen Ulmer, einem Familienunternehmen, das sich seit 1868 der Herausgabe von Fachzeitschriften und Fachliteratur im Bereich der angewandten Naturwissenschaften widmet. Ulmer ist außerdem im Vorstand des Verlegerausschusses im Börsenverein des Deutschen Buchhandels und befasst sich dort schwerpunktmäßig mit dem Thema Digitalisierung und dem Dialog mit Bibliotheken. Ulmer wurde 1964 geboren.
Das E-Book ist in den USA längst ein Bestseller. Und das völlig zu Recht. Es ist praktisch, schick und umweltfreundlich. Trotzdem will es in Deutschland kaum jemand haben. Über ein hoffnungslos altmodisches Kapitel der deutschen Lesekultur.
Apple erfindet das Rad nicht neu, sondern kombiniert einfach geschickt bereits vorhandene Technologien. Der eigentliche Zauber aber liegt in der Anmutung. Das Design verleiht den Produkten Seele und schürt Verlangen.
Wenn Apple zur Präsentation lädt, kommen die Jünger in Scharen. Großzügig, so scheint es, sehen sie über die mangelhafte Ausstattung der Apple-Geräte hinweg. Aber fehlt da überhaupt was? Apple konzentriert sich bei der Entwicklung ganz auf die Verwendung eines Gegenstandes – und nähert sich mit dem iPad einem Kulturträger, den manche schon abgeschrieben hatten.
Es sind nicht mehr die Zeitungen, die den Kitt unserer Gesellschaft bilden. Auch wenn Helmut Heinen und Mathias Döpfner das gern so hätten. Das bidirektionale Medium Internet kann Inhalte sowohl viral (Unterhaltung) als auch zielführend (Sachthemen) und einfach effektiver an den Nutzer bringen. Ganz ohne Verlag.
Das Internet ermöglicht uns, Politikern und Journalisten immer genauer auf die Finger zu gucken. Kein Wunder, dass es in der Republik immer mehr Wutbürger gibt. Gut so, denn Demokratie lebt von Beteiligung.
Mit Wikileaks gelangt die Forderung nach maximaler Transparenz in die Mitte der Gesellschaft. Für viele aus der Netz-Community kommt das einem Verrat ihrer Ideale gleich. Sie werden damit leben müssen.
Deutschland verpasst den Anschluss an die Zukunft des Internets. Während anderorts fleißig ausgebaut wird, ist die Regierung in Berlin offensichtlich noch nicht in der digitalen Realität angekommen. Das muss sich ändern. Wir brauchen endlich ein Informationsministerium.