Ein Trend kehrt sich um. Der exzessive Gebrauch pseudoenglischer Werbefloskeln ist vorbei: Warum unsere Sprache von Zeit zu Zeit überholt werden muss, ehe sie überholt ist.
Sprache bedingt Wahrnehmung und Bewusstsein, ergo ist eine Gesellschaft, deren Sprache von maskulinen Begriffen geprägt ist, auch männlich dominiert. Um Gleichberechtigung zu erzielen, muss also eine geschlechtsgerechte Sprache her – die schweizerische Nationalrätin Doris Stump verteidigt ihre These gegenüber der Polemik unseres Kolumnisten Alexander Kissler.
Wir müssen darüber sprechen, wer und was zum Kanon der deutschen Leitkultur gehört. Ohne Zynismus, ohne Hysterie. Das ist interessant nicht nur für die anderen, sondern auch für uns selber.
Ausländern wird das Erlernen der englischen Sprache empfohlen; Amerikanern das Erlernen von Chinesisch, Hindi und Arabisch. Deutsch fällt hier oft hinten herunter, dabei bringt die Beherrschung der deutschen Sprache viele Vorteile mit sich.
Am 17. September 2011 veranstaltet das Goethe-Institut in New York einen Workshop zum Thema “Strategien zur nachhaltigen Förderung von Deutsch in den USA”. Dieser knüpft an die sprachpolitische Konferenz des letzten Jahres an, bei der die Erklärung zur “Zukunft der deutschen Sprache in Amerika” entstand.
Die hochkarätig besetzte Sprachkonferenz des Goethe-Instituts in New York ist zu Ende. Eine Bilanz.
Mein Unwort des Jahres: Unwort! Denn Unwörter sind entweder fürchterlich banal und kurzlebig oder, noch schlimmer, etablieren ein diskriminierendes Wort in der Sprache. Sie machen aus Modeerscheinungen Begriffe, die in den kollektiven Sprachgebrauch übergehen und damit zur dauerhaften Diskriminierung beitragen.