„Ein Blitzableiter auf einem Kirchturm ist das denkbar stärkste Mißtrauensvotum gegen den lieben Gott.“ Karl Kraus
Ex-Tagesschausprecherin und Buchautorin Eva Herman warb für eine neue Weiblichkeit und wurde dafür als Ewiggestrige abgewatscht. Trotzdem bleibt sie bei ihrer Meinung: Frauen gehören nach Hause zu ihren Kindern. Seit kurzem liest die geschasste Moderatorin auch wieder Nachrichten – für den auf Verschwörungstheorien spezialisierten Kopp Verlag. Das Interview führte Nina Anika Klotz.
Christian Wulff ist der bessere Kandidat: Seine Themen werden Demografie, Generationengerechtigkeit und Integration sein. Da hat er Erfolge vorzuweisen, diese Themen entsprechen seinem Lebensalter und seiner familiären Situation.
Entweder Deutschland schafft sich ab oder Deutschland öffnet sich. Deutschland muss seine Grenzen öffnen für qualifizierte Einwanderer. Deutschland muss sich aber auch geistig öffnen. Die Integrationsdebatte bietet uns diese Chance.
Immer mehr Menschen werden deutlich älter als 75 Jahre. Für die Sozialsysteme entstehen damit neue Herausforderungen. Rente, Gesundheit, Arbeit – was ist noch sicher? Doch die Idee der Solidargesellschaft ist mit den Reformen noch nicht am Ende.
Philipp Rösler soll Nachfolger von Guido Westerwelle als FDP-Parteivorsitzender werden. The European sprach mit ihm Ende Februar über Gerechtigkeitsfragen in der Gesundheitspolitik, die Zukunft der Pflegedienste und den sozialen Liberalismus.
Zukünftig wird es immer weniger Deutsche geben. Reiner Klingholz macht vor allem die Entwicklung in den neuen Bundesländern Sorgen, allen voran in Sachsen-Anhalt. Warum der Osten besonders stark betroffen ist, wo die Region dennoch punkten kann und was nun getan werden muss, erklärt er im Interview.
Während in Berlin nur noch über den Atomausstieg und die Lage in Libyen beraten wird, werden die tatsächlich existenziellen Probleme der Republik zu einem kaum hörbaren Grundrauschen degradiert. Demografische Überalterung? Euro-Krise? Fehlanzeige.
Nach Schulzeitverkürzung, Bologna-Reform und Aussetzung der Wehrpflicht erleben wir einen Wandel der Bildungsbiografien. Das könnte Auswirkungen auf die Bevölkerungsentwicklung haben. Stehen wir am Beginn einer demografischen Wende?
Wofür gibt es überhaupt die SPD? Immer weniger Menschen wissen darauf eine Antwort, die Partei tut es auch nicht. Dabei wäre es doch so einfach: Sarrazin hat vorgedacht, wo es hingehen kann. Er trifft den sozialistischen Zeitgeist besser als gedacht. Die Zukunft der Sozialdemokratie liegt im Sozialdarwinismus!
Durch den demografischen Wandel steigt die Zahl der Menschen mit Demenz. Doch eine öffentliche Debatte über eine Ausweitung der Pflegeleistungen und der Akzeptanz findet nicht statt. Das muss sich ändern – denn jeder kann einmal betroffen sein.