Seit 2010 ist der gebürtige Stralsunder stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Linken. Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften war er für die Zeitung Junge Welt und die Akademie für Gesellschaftswissenschaften beim Zentralkomitees der KPdSU in Moskau tätig. Seine politische Karriere begann er als Mitbegründer der Jugendorganisation der SED. Später war er unter anderem Bundesgeschäftsführer der PDS. Bartsch gehört zu den Reformern in seiner Partei und distanzierte sich unter anderem vom Geburtstagsschreiben an Fidel Castro und vom Boykott der Schweigeminute für die Mauertoten.
Der CDU-Politiker ist im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung der Beauftragte für Afrika. Von 2006 bis 2010 war Nooke für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe in der Regierung Merkel verantwortlich. Der ehemalige DDR-Bürgerrechtler entscheid sich erst 1996 für einen Eintritt in die CDU, nachdem er mit dem Parteizusammenschluss von Bündnis 90 und den Grünen nicht einverstanden war. Nooke wurde 1959 in Forst geboren.
Marianne Birthler im Gespräch mit Volker Resing über ihr Erleben der friedlichen Revolution der DDR, ihre Beziehung zur Freiheit und den Abend des 9. Oktober. Das Interview wurde dem Buch „Kerzen und Gebete“ aus dem benno Verlag entnommen.
Am 9. Oktober 1989 bahnte sich die friedliche Revolution in der DDR auf den Straßen von Leipzig unumkehrbar ihren Weg. Es war dies die erste geglückte Revolution auf deutschem Boden – eine Nachricht, die noch immer unterwegs ist.
Ist die Deutsche Einheit gescheitert? Im Osten stagniert die Wirtschaft, die Bevölkerung schrumpft, Steuergeld verschwindet in Fässern ohne Boden. Doch das Erreichte ist keineswegs enttäuschend. Die Erwartungen waren einfach viel zu hoch. Im Osten Deutschlands vollzieht sich der radikalste Strukturwandel der Wirtschaftsgeschichte. Persönliche Opfer und politische Fehler waren unvermeidbar. Eine Zwischenbilanz.
Die deutsch-deutsche Einheit trägt Erbschaften, auf die man hätte verzichten können.
Noch 1989 behauptete Honecker, die Mauer stünde in 100 Jahren noch. Wäre diese Mauer vor 20 Jahren nicht gefallen, würde die DDR heute noch vor sich hin existieren.
Sieben Jahre in Kinderheimen, Jugendwerkhöfen und Jugendhaftanstalten der DDR. “Als die Mauer gebaut wurde, kam ich nicht rüber, und als sie dann endlich weg war, war ich zu alt, um all das nachzuholen, was ich verpasst hatte.“ Für Peter Kurjahn ist die DDR auch heute noch präsent.
Ein sehr persönliches Dokument wird zur spannenden Zeitreise: Mit dem Jahr 1990 begann Grass sein bis heute anhaltendes intensives Notieren. Beobachtungen und Gedanken zur Wende von Günter Grass.