Der höchst unappetitliche Mao Tse-tung empfahl den Revolutionären, wie die Fische im Wasser zu sein. Lasst uns für das Internet dagegen wie die Fische im Netz sein. Nein, nicht gefangen. Vielmehr die Knoten für die Verbindungen untereinander nutzen.
Das neuerliche Datenleck bei Holtzbrincks VZ-Gruppe macht stutzig – der vierte öffentlich bekannt gewordene Fall innerhalb eines Jahres. Sind die Berliner unprofessionell? Netzpolitik-Blogger Markus Beckedahl rät: Mails lesen und beantworten ist gut für das Image.
Das Interview führte Oliver Scheiner.
Die Mehrheit aller Netzbetreiber hat bereits Erfahrungen mit Cyberattacken. Während ein digitaler Krieg nur denkbar ist, sind digitale Verbrechen an der Tagesordnung. Allein: Es fehlt an Problembewusstsein.
„Der eigentliche große Durchbruch des Internets als Geschäftsplattform steht noch bevor, wenn die breite Masse der Menschen den Systemen erst vertraut“, so Vodafone Deutschland CEO Friedrich Joussen unlängst in einem Interview. Eine wohltuend einfache Formel – für deren Umsetzung in der modernen Telekommunikationswelt jedoch viel investiert werden muss. Vertrauen ist zu einem langfristigen Strategieziel geworden.
Der Kampf zum Erhalt privater Datenhoheit droht verloren zu gehen. Als einer der Protagonisten der Post-Privacy-Bewegung empfiehlt Christian Heller ein Umdenken: Wir sollten persönliche Daten selbst ins Netz stellen. Lars Mensel und Jan Stöckmann sprachen mit ihm über Geheimnisse, Datenschutz und das digitale Menschenbild.
Wenn Bruce Springsteen singt, geht es zuerst um ein großes Thema: unser Amerika. Und dann um die traurige Wahrheit, dass es das längst nicht mehr gibt.