Warum Corporate Social Responsibility im Stillen besser wirkt. Oder: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen CSR und einer Unternehmenskultur alter Schule?
Erst das Geld verzockt, dann mit Steuergeldern gerettet worden und jetzt CSR predigen? Jan Pechmann, Geschäftsführer der Strategieagentur diffferent, über die Grenzen unternehmerischen Gutmenschentums.
CSR-Maßnahmen sind gut fürs Image. Vorausgesetzt die Presse berichtet darüber. Ein Wirtschaftsjournalist analysiert die Mechanismen unternehmerischer Nächstenliebe.
In der Finanzkrise zeigte sich, wie wichtig Prinzipien wie Nachhaltigkeit und gute Unternehmensführung sind. Doch die gleiche Krise zwingt Unternehmen zur Kostenreduktion. Zählt Corporate Social Responsibility wirklich schon zum Kerngeschäft? Oder ist es eine Modeerscheinung, die in schlechten Zeiten verzichtbar ist? Guido Walter recherchierte bei deutschen Top-Firmen.
Ist Corporate Social Responsibility überhaupt messbar? Für Michael Werner, verantwortlicher Partner für den Bereich Sustainability Services bei der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers in Deutschland, steht der Nutzen von Nachhaltigkeit fest.
Der Markenberater für das internationale Branding-Netzwerk „Landor Associates“ ist für den Kunden Kraft Foods verantwortlich. Kühns Arbeitsschwerpunkt ist das „Citizenship Branding“, was die Integration von Verantwortlichkeit in das Marken- und Portfoliomanagement von Unternehmen bezeichnet.
Der Leiter der Vattenfall CCS Kommunikation war von 2003 bis 2005 Pressesprecher der Autobahn Tank & Rast und davor Redaktionsleiter der „Berliner Morgenpost“ (1999 – 2003). Müller studierte Politik-, Literatur- und Informationswissenschaft an der Universität des Saarlandes.
CSR ist mehr als nur Marketing. Denn es schafft die Voraussetzung für sozial erwünschten Gewinn. Das Image von BP hat massiv unter der Ölkrise gelitten, denn die Kunden haben sich selbst Informationen beschafft, die der Konzern unter den Teppich schaufeln wollte. Die Trickmaschine funktioniert nicht mehr.
Corporate Social Responsibility hat Grenzen. Denn zum einen ist Altruismus marktwirtschaftliches Gift, zum anderen verlangt die Gesellschaft nach Profitdenken. An diesen Realitäten muss sich auch unser Gutmenschentum messen lassen.
Das meiste, was aktuell in Sachen CSR passiert, nervt! Richtig verstanden heißt unternehmerische Verantwortung mehr Profit erwirtschaften und dabei weniger Kollateralschäden anrichten, egal, ob es die eigenen Mitarbeiter, die Gesellschaft als Ganzes oder unsere Umwelt betrifft.