„Es kommt gewiss nicht bloß auf das Äußere einer Frau an. Auch die Dessous sind wichtig.“ Karl Kraus
Seit 2011 ist Locke US-Botschafter in China und damit einer der mächtigsten Diplomaten der Welt. Zuvor war er Handelsminister im Kabinett von US-Präsident Obama (2009-2011) und Gouverneur des Bundesstaats Washington (1997-2005). Der 1950 in Seattle geborene Locke ist damit der erste Gouverneur chinesischer Abstammung.
Moderne Restaurants, coole Klubs, schicke Galerien. Hinter tristen Fassaden im kommunistischen Einheitsgrau feiert in Peking eine bunte Kunstszene
Seit den 50er-Jahren beschäftigt sich James Cahill mit alter chinesischer Kunst – die längste Zeit davon als Kunstgeschichtsprofessor an der renommierten University of Berkeley. Bei seinen Recherchen traf er immer wieder auf den berühmten chinesischen Kunstfälscher Chang Ta-Chien. In diesem Vortrag von 1991 rechnet er posthum mit ihm ab.
Ai Weiwei liebt seine Heimat. Deshalb provoziert er die Obrigkeit. In China wird er dafür von Polizisten verprügelt, im Westen wird er für seine Konzeptkunst verehrt. Jetzt hätte er seinen Kampf für mehr Menschenrechte fast mit dem Leben bezahlt.
Im Kopieren sind die chinesischen Künstler echt Weltspitze. Kein Wunder. Fälschen ist in ihrer Heimat eine eigene Kunstrichtung.
Eine prosperierende Weltwirtschaft erfordert neue Formen der internationalen Zusammenarbeit, auch in Fernost. Tatsächlich wird Dank der neuen Regierung die japanische Außenpolitik neu justiert. Langfristig könnte dies zu einem gemeinsamen Binnenmarkt mit China führen.
Imperialismus, Kommunismus, Revolution: Ausdrücke, die im japanischen Sprachgebrauch geprägt wurden, und ihren nach Weg nach China fanden. Die Sprachen Chinas und Japans haben sich über Jahrhunderte gegenseitig beeinflusst. Und tauschten so auch Ideen und politische Konzepte aus. Doch damit ist jetzt Schluss: Die Zukunft gehört der chinesischen Kultur.
Der Politologe, Jg. 1955, habilitierte zu dem Thema: „Stabilität und Transformation politischer Systeme“. Zwischen 1995 und 1998 lehrte Sandschneider als Professor für Internationale Beziehungen an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, bevor er 1998 die Professur für Politik Chinas und Internationale Beziehungen an der FU Berlin übernahm. Von 1999 bis 2001 leitete Sandschneider das Otto-Suhr-Institut und war von 2001 bis 2003 Dekan des Fachbereichs Politik und Sozialwissenschaften der FU. Seit August 2003 leitet er das Forschungsinstitut der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik.
Chinesen sind als Arbeitskräfte gern gesehene Gäste im Nachbarland Japan. Doch die Bedingungen sind oft katastrophal – einen Arbeitsschutz gibt es nicht. In der Bevölkerung Japans will man das nicht hören.
Im Interview mit The European spricht der Asien-Experte Professor Eberhard Sandschneider über neue Wege in der japanischen Außenpolitik, asiatische Wurzeln – und warum ein Tandem Peking-Tokio noch in weiter Ferne liegt. Das Gespräch führte Tobias Betz.