Es ist gut, dass am 11. September kein Koran brannte. Bücher zündet man nicht an, Bücher, die anderen heilig sind, schon gar nicht. Weniger gut ist es, dass Ausfälle gegen den Islam verurteilt, solche gegen Judentum und Christentum aber eher toleriert werden.
Wenn Dostojewski sagt, ohne Gott sei alles erlaubt, leugnet er selbigen. Wenn alles erlaubt ist, kann es keinen Gott geben und da in seinem Namen auch viel Grausames getan wird, darf es ihn auch nicht geben.
Der Papst mag nach Deutschland kommen, aber das Zentrum christlichen Glaubens ist Europa schon lange nicht mehr. Von Benedikt XVI. kann daher niemand erwarten, Rücksicht auf die Befindlichkeiten in Berlin-Mitte zu nehmen.
Die Kanzlerin steht in der Kreditaffäre weiterhin hinter Christian Wulff. Allerdings verhält sich auch die Opposition auffällig zurückhaltend. Das könnte daran liegen, dass von den Vorteilen der Verflechtung zwischen Politik und Wirtschaft nicht nur der Bundespräsident profitiert.
Fast ein Moment höherer Erkenntnis: Wie aus dem Reden in Bildern das Bebildern von Blasen wurde.
Das Alte Testament ist streckenweise von Geschichtsglättung durchzogen. Jetzt, wo wir endgültig wissen, dass die Bibel unrecht hat, kommt uns die Koran-Verteilung gerade recht. Wird sich Deutschland religiös umorientieren?