Die Islamwissenschaftlerin ist seit November 2010 Forschungsstipendiatin der Gerda Henkel-Stiftung mit einem Projekt über Scharia-Konzeptionen und Reformagenden islamistischer Parteien in Bahrain, Ägypten, Libanon und Palästina. Sie promovierte an der Universität Gießen mit einer Dissertation über das Staatskonzept und Gesellschaftsmodell von Sayyid Qutb, einem ägyptischen islamistischen Wegbereiter. Mit einer Untersuchung palästinensischer Narrative zum ersten arabisch-israelischen Krieg 1948 habilitierte sie sich an der Universität Bonn, wo sie auch lehrt.
Anders als es die Regierung glaubhaft machen will, geht es beim Konflikt in Bahrain nicht um Religion. Vielmehr ist die Gesellschaft gespalten, weil Schiiten systematisch benachteiligt werden – mit ihrem Glauben hat das wenig zu tun, dafür mit dem korrupten Herrschaftssystem.
Die Journalistin war leitende Redakteurin der Auslandsabteilung der Tageszeitung Al-Wasat, die sie 2002 mit aufgebaut hat. Als Freelancerin liefert sie der Nachrichtenagentur Associated Press aktuelle Nachrichten aus Bahrain und schreibt eine wöchentliche Kolumne in Zeitung Qatari Al Raya.
Im Chaos des jungen arabischen Frühlings gingen die Aufstände in Bahrain nahezu unter. Damit folgte die Weltöffentlichkeit genau den Wünschen der Hardliner in dem Land.
Innerhalb weniger Stunden haben es bahrainische Aktivisten geschafft, mit dem Hashtag #killingkhawaja die internationalen “Trending Topics” bei Twitter zu stürmen. Ein Rückblick auf 48 Stunden Netz-Aktivismus.