Der Schriftsteller Martin Mosebach gilt als ein großer Verehrer von Papst Benedikt XVI. Vor allem dessen Kampf gegen den Werte-Relativismus und seine Liebe für die traditionelle Liturgie der katholischen Kirche sagen dem Büchner-Preisträger zu. Dabei findet Mosebach ein altes Gebet für die Bekehrung der Juden ebenso wenig anstößig wie die Annäherung Benedikts an die umstrittenen Pius-Brüder. Das Gespräch führte Alexander Görlach.
Das deutsch-jüdische Verhältnis ist gut, Deutschland tut aber zu wenig, um die Erinnerung an den Holocaust aufrechtzuerhalten. Diese Aufgabe fällt der jüdischen Gemeinde zu. Und die verändert sich, erklärt Michel Friedman. Ein Großteil der heute in Deutschland lebenden Juden kommt aus der ehemaligen Sowjetunion. Diese Menschen sehen sich als Sieger über Nazideutschland, nicht als Opfer.
Die Linke glaubt, mit dem Mullah-Regime in Teheran kooperieren zu können. Sie irrt. Zu oft hat Präsident Ahmadinedschad betont, Israel von der Landkarte tilgen zu wollen, zu oft hat er die Atomenergiebehörde an der Nase herumgeführt. Sogar Russland und China trauen der iranischen Regierung nicht mehr über den Weg.
Der Historiker und Holocaust-Experte wurde im Jahr 2006 vom Bundespräsidenten als Nachfolger von Alexander Gauland für fünf Jahre in den Stiftungsrat des Berliner Jüdischen Museums berufen. Aly besuchte nach dem Abitur die Deutsche Journalistenschule in München, ehe er Geschichte und Politische Wissenschaft in Berlin studierte und 1971 mit einem Diplom abschloss. 1978 promovierte er im Fach Politikwissenschaft. Anschließend arbeitete Aly er als Journalist für die „taz“, „Berliner Zeitung“ und die „FAZ“. 1994 habilitierte er sich am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin.
Der FDP-Sicherheitspolitiker Rainer Stinner reist direkt nach dem Beschluss über EU-Sanktionen gegen das Regime in den Iran. Damit unterminiert er die Wirkung des politischen Drucks und hilft mit, das Leid der iranischen Bevölkerung zu verlängern. Weil sein Gegenüber nicht an Frieden interessiert ist, sollte Stinner zu Hause bleiben.
“Der Iran wird die Bombe bauen”, prophezeit Bestsellerautor Samuel Huntington. Statusdenken, die Politik Israels und seiner US-Verbündeten sind gute Gründe für das Regime in Teheran, atomare Bestrebungen fortzusetzen. Dabei handeln die Machthaber rationaler, als wir es ihnen zugestehen wollen.
Am 23. September kommt ein Film über Entstehung und Rezeption des NS-Propagandafilms “Jud Süß” in die Kinos. Hauptdarsteller Moritz Bleibtreu spielt den Hitler-Adjutanten Joseph Goebbels. Im Gespräch antwortet er seinen Kritikern, rechnet mit US-Präsident Barack Obama ab und verrät, wieso ihn die Zeit des Nationalsozialismus so fesselt. Das Interview führte Nina Klotz.
Die Amtszeit von Charlotte Knobloch geht Ende November zu Ende. Mit The European sprach die Präsidentin des Zentralrats der Juden über Leitkultur, die Bedeutung von Religion und die Herausforderungen der kommenden Jahre.
Die Palästina-Lobby hat in Deutschland ganze Arbeit geleistet. 60 Jahre nach der Gründung Israels wird dessen Existenzrecht in Deutschland neu diskutiert. Die antisemitischen Flugblätter der Linken sind dabei nur die Spitze des Eisbergs. Israel bleibt die Neurose der Deutschen.