Generalisierungen sind weder hilfreich, noch angebracht. Ali Kizilkaya

Am Haarschopf aus dem Sumpf

Während man in Kontinentaleuropa erneut in Sorge über die schuldengeplagten Länder verfällt, haben es die Isländer mit unkonventionellen Methoden vorläufig aus dem Krisenbereich geschafft, schreibt der New York Times Kolumnist Paul Krugman in einem Gastbeitrag in der spanischen Zeitung El País

Die Verzweifelung gab den Isländern die Gelegenheit, auch die normalen Regeln zu brechen. Während alle Länder die Banken retteten und Steuerzahler dafür aufkamen, ließ Island die Banken pleite gehen und erhöhte stattdessen die Sozialleistungen. Während alle versuchten, den internationalen Finanzmarkt zu beruhigen, beschränkte Island zeitweise den Kapitalverkehr, um sich selbst Spielraum zu schaffen.

Gerade dieser Ansatz sei das richtige für das Land gewesen:

Island konnte große ökonomischen Schäden sowie den Rückgang des Lebensstandards nicht verhindern. Doch es stellte sicher, dass Arbeitslosigkeit genauso eingeschränkt wurde, wie das Leiden der empfindlichsten Bevölkerungschichten; das soziale Netz blieb intakt, genauso wie die Solidarität in der Gesellschaft. “Es hätte so viel schlimmer sein können”, mag nicht der attraktivste Slogan sein, doch da die ganze Welt ein Desaster erwartet hatte, steht er für einen politischen Triumph.

Lesen Sie hier den vollständigen Beitrag auf El País.

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