Neben all den drögen Krisenherden unserer Politik wirkt Georg Schramm als Präsidentschaftskandidat durchaus aufmunternd.
Dass Komiker wie Georg Schramm oder Martin Sonneborn überhaupt so hervorragen können, sei das traurige Resultat der sonst blassen Politelite. Das meint Tom Strohschneider in der taz.
Nun, der letzte Bundespräsident war eine Lachnummer – da kann es eigentlich nur ein Fortschritt sein, wenn einmal jemand im Schloss Bellevue sitzt, der das komische Fach wirklich beherrscht. Aber es steckt mehr darin, ein Paradigmenwechsel: Was Politikern nicht mehr zugetraut wird, sollen immer öfter Kabarettisten richten.
Im Ausland gibt es zahlreiche Vorbilder.
2010 obsiegte der Komiker Jón Gnarr bei der Bürgermeisterwahl in der finanzkrisengeschüttelten Hauptstadt Islands. In Italien wurde der Spaßblogger Beppo Grillo zum Hoffnungsträger Zehntausender, die sich von ihrem korrupten System weder Bespaßung noch Interessenvertretung erwarten wollten. Und in den USA spielte unlängst der Entertainer Stephen Colbert öffentlich mit dem Gedanken einer Kandidatur ums Weiße Haus – die lachende Begeisterung darüber entsprach dem bitteren Ernst im Zweiparteien-Patt.
Den vollständigen Kommentar lesen Sie in der taz. Die Reaktion Martin Sonneborns auf seine Wahl durch die The European-Leser finden Sie hier.












