Der in Berlin lebende Italiener ist Experte für internationale Politik. Als Autor und Journalist schreibt er über die Themen Weltwirtschaft und Internationale Beziehungen. Nach Abschluss seines MBA an der Columbia University erhielt er seinen Ph.D. in Internationaler Politik an der Universität Potsdam. Dort ist er als Lehrbeauftragter an der Fakultät der Sozialwissenschaften tätig. Casertano war zuvor Berater am italienischen Ministerium für Wirtschaftsentwicklung und Vorstand des Partnership Value Managements bei ENI spa.
Zuletzt aktualisiert am 05.06.2013Der Preis für Öl und damit Benzin wird wieder sinken – für diese Vorhersage braucht es keine Glaskugel, sondern nur einen rationalen Blick auf den Markt.
In China bildet sich langsam eine Schicht von Oligarchen. Doch je reicher das Land wird, desto instabiler die staatliche Planwirtschaft – so scheint es. Vor vorschnellen Urteilen sollten wir Europäer uns jedoch hüten.
Europa guckt gebannt auf Berlin und den wirtschaftlichen Erfolg der Deutschen. Der Wunsch nach Wachstum ist groß, das teutonische Modell lässt sich aber nicht ohne Weiteres kopieren.
Mit Pomp und Getöse hat sich Frankreichs Noch-Präsident Sarkozy in den Élysée-Palast gehievt, ganz wie einst Berlusconi. Doch der taugt als Vorbild nicht mehr viel: Jetzt setzt der Franzose auf geschickten PR-Nationalismus.
Der Westen kann sich nicht zu einer Intervention in Syrien durchringen – jetzt dominieren die Interessen von Teheran bis Beirut die Situation im Land. Die Balkanisierung und ein langer Krieg drohen.
Griechenland steht kurz vor der Staatspleite – oder hat die Linie vielleicht schon überschritten. Doch aus zwei Gründen wird das niemand eingestehen.
Europa lässt die Chinesen russisches Öl anzapfen – damit Peking nicht bei den Iranern kauft. Doch der so entstehende wirtschaftliche Druck auf Teheran ist teuer erkauft; auch wenn Moskau sich als Freund des Westens präsentiert.
Deutschland agiert aus wirtschaftlicher Sicht wie Großbritannien unter Königin Victoria. Nur was damals Indien war, ist heute China. Eine riskante Strategie, sollte der asiatische Riese straucheln.
Im Nahen Osten herrscht die Logik des Kalten Krieges – des einen Freund ist des anderen Feind und im Hintergrund agiert der Strippenzieher. Wer nach Lösungen sucht, muss in der Vergangenheit suchen. Die Kuba-Krise und ihre Lösung weisen möglicherweise einen Ausweg.
Hinter den Kulissen der arabischen Revolutionen stehen die Weltmächte – Stabilität in der Region bleibt für sie wichtiger als die demokratischen Aspirationen der Menschen.