„Griechenland braucht Neustart ohne Euro“

von Stefan Groß-Lobkowicz9.05.2016Außenpolitik, Wirtschaft

Die Schuldenkrise in Griechenland lässt sich für Christian Lindner nur durch den Austritt des Landes aus der Eurozone lösen. Mit dieser radikalen Forderung geht die FDP auf Distanz zu Merkels Rettungspolitik.

FDP-Chef Christian Lindner hat vor dem Treffen der Eurogruppe am Montag sich eindeutig für einen Euro-Austritt der Griechen und für einen Schuldenschnitt ausgesprochen. Seine Partei glaubt nicht daran, dass Griechenland durch radikale Sparmaßnahmen aus der Krise kommen werde.

Wie Lindner gegenüber der „BILD“-Zeitung erklärte, braucht Griechenland „einen finanzpolitischen Neustart ohne Euro. Dann aber mit einen Schuldenschnitt und mit zweckgebundenen EU-Hilfen.“

Die „neuerliche Hängepartie“ macht deutlich, „dass die Warnungen des Internationalen Währungsfons endlich ernst genommen werden müssen.“

Einerseits hat die deutsche Bundesregierung alle Mahnungen des Internationalen Währungsfonds in den Wind geschlagen, auf der anderen Seite aber seine Beteiligung an einem dritten Kreditpaket zur Bedingung gemacht. Dabei war „bereits vor einem Jahr […]. absehbar, dass die Krisenstrategie in Griechenland nicht greifen wird.“

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