Muslimischer Terror zielt auf das Herz Europas

Sebastian Sigler22.03.2016Außenpolitik, Europa, Innenpolitik

Die Nachricht des 22. März 2016 könnte nicht klarer formuliert sein. Die muslimischen Terroristen haben schon längst das Herz der EU im Visier. Das Netzwerk des „islamistisch“ genannten Terrors konnte zugleich in der Abflughalle des Flughafens Zaventem und im Brüsseler Europaviertel sein blutiges Handwerk verrichten. Jetzt ist klar, warum der verhaftete Salah Abdeslam so bereitwillig kooperiert.

Der Name „Abdeslam“ bedeutet wörtlich übersetzt: „Diener (Ausführender) der Unterwerfung“. Das Wort „Abd“ steht dabei für „Diener“, das Wort „Islam“ bedeutet „Unterwerfung“ oder auch „Ergebung“. Im übrigen ist das Wort „Islam“ etymologisch nahe am „Salam“ – also „Frieden“. Wie passt das? Den Frieden gibt es nach streng muslimischer Auslegung nur in der Unterwerfung. Und zwar nicht nur in der Unterwerfung unter Allah, also unter die göttliche Instanz, sondern auch unter das mit dem Koran geforderte System der totalen gesellschafltichen Kontrolle und Unterwerfung.

Salah Abdeslam hat seinen Namen offenkundig zum Programm gemacht. Und er ist, so darf gemutmaßt werden, mitnichten das Kopf des großen Ungeheuers, das klandestin in Brüssel zu unheimlicher Größe herangewachsen ist. Abdeslam, der jüngst verhaftete Diener der Unterwerfung, also des bewaffneten Dschihad, bekommt nun die Siegesnachrichten brühwarm in seine Gefängniszelle geliefert. Die Strategie der Kämpfer für einen Untergang der EU, denn kein bisschen weniger hoch ist das Ziel dieser Terroristen doch wohl gesteckt – diese Strategie also war am 22. März 2016 abermals höchst ausgeklügelt.

In Brüssel wurden wie in Paris symbolträchtige Orte getroffen. Allein deren Wahl lässt eine klare Zielsetzung erkennen. Am internationalen Flughafen Zaventem wurde die erste Kofferbombe an einem Schalter der American Airlines gezündet, ein weiterer Täter mischte sich dann unter die fliehenden Menschen und zündete eine zweite Kofferbombe; eine dritte Höllenmaschine detonierte nicht, der Täter, der sie zünden sollte, ist auf der Flucht. Alle Sprengsätze waren mit Nägeln versetzt; die Verletzungen, die die Notärzte in Brüssel heute sahen, sind grauenerregend. Und als ob es nicht genug der Perfidie gewesen wäre: Eine knappe Stunde nach den Detonationen in Zaventem zerriss eine gewaltige Explosion einen vollbesetzten U-Bahn-Waggon nahe der Station Maalbeek – und die ist vor der Haustür der EU-Kommission. Jedes einzelne Detail ist hier von Bedeutung. Es ist ein Kriegsakt.

Das war nicht der Anfang

Der Brüsseler Korrespondent des WDR bringt es auf den Punkt: „Wir befinden uns hier in Brüssel auf einem Minenfeld.” Die dortigen Anschläge sind, wie schon diejenigen in Paris, auf maximale Wirkung angelegt: Salah Abdeslam, der Diener der Unterwerfung im Namens dessen, den sie Allah nennen, sollte dafür sorgen, dass vor laufenden Fernsehkameras während des Fußball-Länderspiels Deutschland – Frankreich hunderte von Leichenteilen auf das Spielfeld purzeln. Die muslimischen Selbstmörder hatten versucht, dies nur zur Erinnerung, in das Stadion einzudringen. Die Explosionen ihrer Bomben, die sie dann ersatzweise in nahegelegenen Restaurants zündeten, wurden über die Mikrophone der Fußballübertragungen transportiert. Wir alle haben sie gehört.

Brüssel und Paris sind nicht weit voneinander entfernt. Und für die tägliche Arbeit an einer wirklichen Union der friedlichen Völker Europas hat die belgische Hauptstadt eine noch größere Bedeutung. Wenn die Brüsseler Flughäfen geschlossen sind, stellt allein dies ein riesiges logistisches Problem für die EU dar – auch in Zeiten der Online-Vernetzung. Die muslimischen Terroristen haben auf dieses pulsierende Herz der europäischen Vernetzung gezielt und mitten hineingetroffen. Auch die Wahl des zweiten Anschlagsortes in der Nähe der Gebäude der EU-Kommission lässt Böses erkennen, er traf die zentrale Station Maalbeek. Brüssel ist lahmgelegt.

Der islamische Terror hat als kleines Pflänzchen begonnen, einer seiner Schwerpunkte war der westlich des Zentrums gelegene Vorort Molenbeek. Als die Schlingpflanze dort riesig geworden war, zogen ohne Ausnahme alle Geschäftsleute jüdischen Glaubens – und das waren viele – in andere Viertel um. Europäische Juden wissen, wann Terror und Verfolgung droht. Und die Stadtverwaltung von Brüssel? Die unternahm nichts. Ob es die Illusion war, dass „Multikulti“ etwas Schönes ist? Ob es andere linke Lebenslügen waren? Ob es einfach bornierte Blödheit war? Das ist jetzt nicht mehr wichtig. Denn es liegen Leichen und Schwerstverletzte auf den Brüsseler Bürgersteigen, viele Leichen. Und im Flughafen Zaventem, wo gleichfalls Leichen liegen, gleicht die zentrale Abflughalle einem Trümmerfeld.

Wovor fürchten sich die jüdischen Gemeinden?

Hunderte von Menschen in Brüssel leben im wörtlichen Sinne nach den Worten des Koran. In den dort maßgebenden, den „medinischen“ Suren wird dutzendfach zur Tötung Andersgläubiger aufgerufen, die Mordaufrufe gegen Juden sind am zahlreichsten. Wie wörtlich die Umsetzung der Prophezeiungen aus dem Buch, das den Moslems heilig ist, zu nehmen sind, kann täglich im Nahen Osten besichtigt werden.

Längst sind die jüdischen Gemeinden im Irak erloschen, und in diesen Tagen verlischt auch das christliche Leben dort. Mossul, das antike Ninive, hatte noch zu Beginn dieses Jahrtausends 50.000 christliche Einwohner, nun harren nur noch Wenige aus, und das unter akuter Lebensgefahr. Die Kreuzigung droht ihnen. Am 2. Februar 2015 haben IS-Terroristen in Mossul eine der größten und ältesten chaldäisch-katholischen Kirchen des Iraks komplett gesprengt, die „Kirche der Jungfrau Maria“.

Im August 2015 wurde zudem die syrisch-orthodoxe Kathedrale Mar-Afram in Mossul zu einer Moschee gemacht in „Ardh al Khilafa“ – „Das Kalif-Land“ – umbenannt. Diese Moschee soll auch ein großes Waffenarsenal enthalten, aber das ist logisch, denn nach muslimischer Praxis können Moscheen die Zentren des Kampfes sein, des bewaffneten Dschihad. Das ist anders als in der Christenheit, wo Kirchen heutzutage nur Orte des Friedens sein können. Doch was hat alle dies mit Brüssel zu tun, mit dem 22. März 2015?

Brüssel ist überall

Der Islamische Staat hat sich selbst einen Namen gegeben, der Programm ist. Dieses Terrornetzwerk möchte ungestört seine Vorstellungen von einer totel kontrollierten Welt ausbreiten. Die EU soll dabei nicht stören. Deswegen wird sie angegriffen. Salah, der Diener der Unterwerfung, hat im letzten Herbst einige mutmaßliche Helfershelfer in Ulm abgeholt, ja, in Deutschland! Sie waren unter dem Vorwand, syrische Flüchtlinge zu sein, hier eingereist und mit christlicher Nächstenliebe aufgenommen worden.

Aber gehen diese ganzen Überlegungen nicht etwas zu weit? Nun, blicken wir nach Amerika, in die USA. Die Würzburger “Tagespost”:http://www.die-tagespost.de/Sie-toeten-Christen-weil-sie-Christen-sind;art456,168005 berichtet unter dem Titel „Sie töten Christen, weil sie Christen sind“ am 18. März 2016: „Einstimmig – angesichts der Washingtoner Grabenkämpfe zwischen Demokraten und Republikanern ansonsten ein eher seltenes Ereignis – hatten 393 Abgeordnete des Repräsentantenhauses am Montag für eine Resolution gestimmt, die den IS als völkermörderische Organisation verurteilte.“

Der Islam ist ein System, das von der Religion ausgehend das ganze soziale Gefüge einer Gesellschaft beansprucht. Die „Unterwerfung“, die gefordert wird, umfasst das ganze soziale Leben. Dieser Anspruch ist uns Deutschen aus der Geschichte des vergangenen Jahrhunderts nur zu schmerzlich bekannt. Und es ist egal, ob sich diese Ideologie auf einen pseudo-religiösen und sozialistisch verbrämten Führerkult stützt oder auf einen religiös interpretierten Gesamtanspruch auf die totale Kontrolle und Herrschaft. Allein schon die Mittel, mit denen diese Alleinherrschaft erzwungen werden soll, zeigen unmissverständlich, als was der Islamische Staat und alle Diener der Unterwerfung zu behandeln sind.

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