Seit 2009 leitet Rolf-Dieter Heuer (Jg. 1948) die Europäische Organisation für Nuklearforschung (CERN). Er studierte in Stuttgart und Heidelberg, seine Doktorarbeit beschäftigte sich mit Zerfallsprozessen von Neutronen. Nach seiner Promotion arbeitete Heuer am Deutschen Elektronen Synchrotron (DESY), von 2004 bis 2009 war er Direktor des Forschungszentrums. Seine aktuelle Arbeit für CERN konzentriert sich vor allem auf die Suche nach dem Higgs-Boson und experimentelle Nachweise von dunkler Materie.
Zuletzt aktualisiert am 06.08.2012Das „Gottesteilchen“ ist in aller Munde. Martin Eiermann sprach mit dem CERN-Generaldirektor Rolf-Dieter Heuer über die wahrscheinliche Entdeckung des Higgs-Bosons, das Verhältnis von Natur- und Geisteswissenschaften und die Zukunft der Physik.
„Wir haben das Ende der Experimentalphysik noch lange nicht erreicht.“
Rolf-Dieter Heuer
„Glaube oder philosophische Argumente können Sie nicht durch Experimente überprüfen.“
Rolf-Dieter Heuer
Rolf-Dieter Heuer leitet das Nuklearforschungszentrum CERN, am weltgrößten Teilchenbeschleuniger LHC forscht er zum Higgs-Teilchen und zur dunklen Materie. Mit Martin Eiermann sprach er über die Herausforderungen für die Experimentalphysik, die Grenzen menschlichen Wissens und die Trennung zwischen Glaube und Wissen.