Wenn wir ein bisschen mehr schwäbische Hausfrau mit auf den Weg nehmen, dann können wir das System stabiler gestalten. Josef Ackermann

Sie fahnden nach Busen & Po

„Familienministerum soll App der Pinkstinks fördern“, so meldet die FAZ. Ihr Ziel: Sie wollen „sexistische Werbung skandalisieren“. Bürger sollen mit dem Smartphone auf Fahndung nach Busen, Po & Waschbrettbauch in der Werbung gehen. Und das soll jetzt mit Steuergeldern gefördert werden.

„Familienministerum soll App der Pinkstinks fördern“, so meldet die FAZ. Ihr Ziel: Sie wollen „sexistische Werbung skandalisieren“. Bürger sollen mit dem Smartphone auf Fahndung nach Busen, Po & Waschbrettbauch in der Werbung gehen. Und das soll jetzt mit Steuergeldern gefördert werden.

„Pinkstinks ist organisierter Stunk“

Auf der Website der nunmehr staatlich geförderten Initiative lesen wir: „Pinkstinks ist eine junge Protestorganisation, die gegen Produkte, Werbe- und Medieninhalte agiert, die Kindern eine limitierende Geschlechterrolle zuweisen. Die „Pinkifizierung“ trifft Mädchen und Jungen gleichermaßen – wir wirken diesem Trend entgegen. Mit Theaterarbeit an Schulen, Vorträgen, Kampagnen gegen Germany’s next Topmodel und sexistischer Werbung sowie durch Gespräche mit der Politik. Pinkstinks ist organisierter Stunk gegen Gender-Marketing und Sexismus in der Werbung. Unsere Kampagnen richten sich an Eltern, Lehrende und Menschen, denen es stinkt, dass Kindern durch die Wirtschaft starre Geschlechterrollen vorgegeben werden.“

Verbotswahn von Maas

Eigentlich wollte Justizminister Maas mit einem neuen Gesetz „sexistische Werbung“ verbieten, so wie das beispielsweise in islamischen Staaten schon üblich ist. Ich hatte darüber bereits im April berichtet

Doch der Verbotswahn von Maas richtet sich inzwischen gegen „Fake News“ in sozialen Netzwerken. Der Justizminister hat einen Gesetzentwurf zur Bekämpfung von Hate Speech und Fake News vorbereitet, den die renommierte Journalistenvereinigung „Reporter ohne Grenzen“ als Vorlage für Diktatoren auf der ganzen Welt kritisiert: „Mit diesem Gesetzesentwurf wirft der Bundesjustizminister einen zentralen Wert unseres Rechtsstaats über Bord: dass die Presse- und Meinungsfreiheit nur beschnitten werden darf, wenn unabhängige Gerichte zum Entschluss kommen, dass eine Äußerung nicht mit den allgemeinen Gesetzen vereinbar ist… Facebook und andere soziale Netzwerke dürfen nicht zum Hüter über die Meinungsfreiheit werden. Dass ausgerechnet der Justizminister diese private Rechtsdurchsetzung in Gesetzesform gießen will, ist beschämend.“

Smartphone-Jagd auf nackte Busen

Was per Gesetz zunächst nicht durchzubekommen ist, soll jetzt an private Anti-Sex-Fahnder delegiert werden. Das Bundesfamilienministerum, so die FAZ, habe bestätigt, dass „Pinkstinks“ ein „Monitoringverfahren inklusive Medienbausteinen entwicklen“ solle. Nach Angaben von Pinkstinks habe das Ministerium zunächst eine Förderung von 40.000 Euro zugesagt. Ziel der Förderung: Die Bevölkerung soll dazu gebracht werden, überall mit dem Handy auf Anti-Sexfahndung zu gehen, also Fotos von Werbung mit nacktem Busen, Po, Waschbrettbauch usw. zu schießen, um diese zu melden, damit die Aktivist*innen von „Pinkstinks“ dann dagegen vorgehen können. Konsequent wäre es ja, alle schönen Frauen und Männer in der Werbung zu „skandalisieren“. Denn wer will garantieren, dass man/frau beim Anblick einer schönen Frau/eines schönen Mannes nicht erotische Gedanken bekommt?

Lesen Sie weitere Meinungen aus dieser Debatte von: Stefan Groß, Stefan Groß, Nadine Kuhnigk.

Leserbriefe

comments powered by Disqus

Mehr zum Thema: Sexualitaet, Sex, Sexualverhalten

Debatte

Grüne Jugend Augsburg gegen das Inzestverbot

Medium_551e82d303

Fundstück: Grüne wollen Sex unter Geschwistern erlauben

Die Grüne Jugend von Augsburg will Sex unter Geschwistern erlauben. In einer Pressemitteilung heißt es dort: "Deutschland muss Liebe endlich legalisieren!" weiterlesen

Medium_2c39e622cc
von Stefan Groß
02.03.2017

Debatte

Genitalfotos statt Blumen

Medium_9bd1da3ead

Nur Sex? Nein, Danke!

„Ich will nur etwas Körperliches. Das ganze Beziehungsdrama brauche ich nicht. Etwas Lockeres wäre toll. Mit den Frauen schlafen und das war‘s.“ weiterlesen

Medium_eb08779eb5
von Nadine Kuhnigk
18.12.2016

Debatte

Sexualerziehung statt Prävention

Medium_34f487c28d

Mogelpackung Sexualkunde

Es geht bei der Frühsexualisierung nicht nur um die Förderung der Toleranz gegenüber Homosexuellen, für die „Vielfalt“ als bagatellisierender Tarnbegriff dient. Sondern es geht darüber noch hinaus ... weiterlesen

Medium_90f2c9d0c0
von Eckhard Kuhla
01.11.2016
meistgelesen / meistkommentiert