Drolshagen-Dumicke im Landkreis Olpe, Egenburg in Bayern, Havixbeck im Münsterland – im Wochenrhythmus erscheinen neue Namen auf der Breitband-Landkarte Deutschlands. Mit der Erschließung der bislang nicht oder kaum mit Breitband-Internet versorgten Gebiete folgt Vodafone den Versorgungsauflagen der Bundesnetzagentur, die im Rahmen der Frequenzversteigerung definiert wurden. Mittlerweile sind diese in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und dem Saarland erfüllt – außerdem auch in Nordrhein-Westfalen. So kann der Ausbau der neuen Mobilfunktechnologie auch in den Städten und Ballungsgebieten erfolgen. Den Anfang machte Düsseldorf mit einem Pilotprojekt im Rathaus der Stadt: Seit dem 17. November können die Ratsmitglieder im Plenarsaal mit LTE-Technik ins Netz. Beim Ausbau in der Stadt steht nicht die Deckung eines Breitband-Grundbedarfs im Mittelpunkt. Vielmehr erfüllt LTE in der Stadt ein neues Bedürfnis der Nutzer – den Wunsch nach Mobilität. Dank der neuen Technik können Breitband und Mobilität zusammenwachsen – und die Nutzer kommen mit nur noch einem Gerät überall mit hohen Geschwindigkeiten ins Netz.
Von überall immer schneller ins Netz
Inzwischen ist auch die passende Hardware erhältlich: Für eine deutschlandweite LTE-Nutzung gibt es seit November einen eigenen Surfstick. Damit können Kunden das Breitband-Internet auch unterwegs nutzen. Überall dort, wo noch kein LTE verfügbar ist, funktioniert der Stick ebenfalls im schnellen 3G-Netz (UMTS und HSPA). LTE-fähige Endgeräte wie Smartphones und Tablets sollen dann ab Frühjahr 2012 erhältlich sein.
„In der nächsten Ausbaustufe wird LTE bis 100 Megabit zur Verfügung stellen können. In drei, vier Jahren wird die Übertragungsgeschwindigkeit in der Größenordnung von 600 Megabit pro Sekunde liegen – und das relativ stabil und flächendeckend.“
Prof. Dr.-Ing. Gerhard Fettweis, Lehrstuhl Mobile Nachrichtensysteme an der TU Dresden
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