Religion hat viele Gesichter und eines ihrer hässlichsten ist die Arroganz. Unter dem Motto „Werte brauchen Gott“ erwecken Politiker und Berufsreligiöse regelmäßig den Eindruck, die Basiswerte unserer Gesellschaft wie Demokratie und Menschenrechte seien aus der Religion hervorgegangen. Um aber der Realität näher zu kommen, muss gefragt werden: Was war und ist „mit Gott“ erlaubt? Nur einige Beispiele: Im Laufe der Geschichte hat die biblische Logik „Wer nicht dran glaubt, wird dran glauben müssen!“ ganze Völkermorde religiös legitimiert.
Noch heute fordert Religion zahlreiche Opfer
Die „Kriminalgeschichte des Christentums“ ist aber noch nicht zu Ende geschrieben: der demokratiefeindliche Vatikan ist nachweislich in zahlreiche Verbrechen verwickelt. Noch heute fallen unzählige Menschenleben dem Religionswahn zum Opfer: Ungläubige dem Islam, als Hexen diffamierte Kinder dem afrikanischen Christentum und Gynäkologen der evangelikalen Bewegung. In Deutschland sind mehr als eine Million Arbeitnehmer christlicher Tendenzbetriebe nicht durch das allgemeine Gleichstellungsgesetz geschützt – obwohl diese Betriebe nicht durch die Kirchen, sondern zu rund 98 Prozent aus öffentlichen Geldern finanziert werden. Und schließlich ist die religiös motivierte Unterdrückung von Frauen ein massives Problem, das nicht nur den Islam betrifft. Dieser kurze Blick in Geschichte und Gegenwart zeigt: Mit „Gott“ waren und sind massive Menschenrechtsverletzungen erlaubt und teilweise sogar explizit gefordert.
„Ohne Gott ist alles erlaubt“ ist ein dummdreistes theologisches Drohszenario, das die Privilegien der Religionslobby sichern soll. Es unterstellt denen, die ungefragt zum Glauben erzogen wurden, ihre einzige Motivation zu einem fairen Verhalten wären die Hoffnung auf das Paradies und die Angst vor der Hölle. Vor allem aber unterstellt es denen, die religionsfrei aufgewachsen oder vom Glauben zum Denken konvertiert sind, sie würden moralisch entsichert durchs Leben preschen. Nein – wer frei von Religion ist, muss sich der Grenzen menschlicher Erkenntnisfähigkeit bewusst sein und keine Angst vor strafenden Autoritäten haben. Er achtet die Selbstbestimmungsrechte seiner Mitmenschen und erkennt den Sinn des Lebens in dem einzigen Leben, das er hat. Er hinterfragt seine Urteile und lässt sich von keiner religiösen oder politischen Ideologie zum blutigen Kampf für „das Gute“ gegen „das Böse“ verleiten. Aus der evolutionären Soziobiologie wissen wir: Mitgefühl, Rücksichtnahme und soziale Gerechtigkeit sind deshalb erstrebenswert, weil sie unser aller Leben lebenswerter machen. Denn unter den richtigen Umständen ist der Mensch ein friedliches, kluges und fürsorgliches Wesen.
Eine Firewall gegen Demagogen
Der moralische Kompass der Religion, der nur zwischen dem „lieben Gott“ und dem „bösen Teufel“ unterscheiden kann, gehört ins Museum. Nicht in Kitas, Schulen, Universitäten oder Gerichtsgebäude – und schon gar nicht in den Bundestag. Für eine zuverlässige Orientierung im 21. Jahrhundert benötigen wir ein modernes Navigationssystem mit der Zieleingabe „ein friedliches Miteinander aller Lebewesen und ein intelligenter Umgang mit Ressourcen“; eine lernfähige Software mit einer Firewall gegen Dogmen, Doppelmoral und Diktaturen; ein Betriebssystem, in dem demokratisch gewählte Volksvertreter im Sinne des Volkes entscheiden – nicht im Sinne ihrer Religion. Die persönliche Glaubensfreiheit ist „Mensch sei Dank“ durch das Grundgesetz gesichert. Wer sich aber mehr „Gott“ in der Regierung wünscht, dem sei ein Umzug empfohlen – zum Beispiel in den Iran.























Es geht nicht um “Gott in der Regierung”, höchstens um Gott in der Verfassung (GG Präambel), eigentlich aber mehr um Gott in der Gesellschaft. Ein großer Sozialdemokrat in der Weimarer Republik, Carlo Mierendorff, sagte nach der Befreiung aus der NS-Lagerhaft zu einem Freund: “Wissen Sie, ich bin als Atheist ins Konzentrationslager gekommen, und nach allem, was ich dort erlebte, verließ ich es als gläubiger Christ. Mir ist klar geworden, dass ein Volk ohne metaphysische Bindung, ohne Bindung an Gott weder regiert werden, noch auf Dauer blühen kann.” Um die massenmörderischen Greuel der beiden atheistischen, kirchenfeindlichen Ideologien des 20. Jahrhunderts macht unser Berufsatheist Möller bezeichnenderweise einen großen Bogen. Mit Verlaub: Ihr Glaube an die “evolutionäre Soziobiologie” ist grenzenlos naiv. Die Menschheit mag in Teilen aus Erfahrungen gelernt und dies normativ und institutionell berücksichtigt haben und insofern zu einem gewissen Erkenntnisfortschritt fähig sein (wie übrigens auch die Kirchen, die allzu oft an den Irrtümern ihrer Zeit teilnahmen). Aber dass wir alle immer besser, tugendhafter würden, wollen Sie uns doch nicht im Ernst weismachen? Die gefühlte soziale Temperatur ist Umfragen nach mit der Entchristlichung jedenfalls kälter und rauher geworden. Da werden wir die Kultur christlicher Nächstenliebe noch schmerzlich vermissen in Zukunft. Und am besten lebt es sich heute noch – auch als Frau – immer noch im christlichen Kulturkreis, oder? Statt notorisch in der “Kriminalgeschichte” des Christentums herumzustöbern, sollten Sie sich mal lieber mit der Gegenwart beschäftigen, in der ca. 80% aller weltweit aus religiösen Gründen Verfolgten Christen sind. Aber da scheint Ihr humanistischer Impetus zu versagen. Letzten Endes wirken Sie selbst wie das, was Sie zu bekämpfen vorgeben: wie ein fanatischer Gläubiger – nur halt des Nichtglaubens oder Antiglaubens, der kein bisschen vernünftiger – eher unvernünftiger – ist als die religiöse Überzeugung, die ganze Wirklichkeit beschränke sich höchstwahrscheinlich nicht auf das, was wir Menschen sehen, fühlen, tasten oder sonst wie beweisen können. Weiten Sie mal Ihren Horizont! Denn “hinterm Horizont geht’s weiter”…
Mit österlichem Gruss
AP
@Püttmann
“Die Menschheit mag in Teilen aus Erfahrungen gelernt und dies normativ und institutionell berücksichtigt haben und insofern zu einem gewissen Erkenntnisfortschritt fähig sein […]. Aber dass wir alle immer besser, tugendhafter würden, wollen Sie uns doch nicht im Ernst weismachen?”
Ein glatter Widerspruch. Die Menschheit hat also aus Erfahrung gelernt und ihre Normen verbessert, ist aber nicht “tugendhafter” geworden? Oder hat ihre Tugendhaftigkeit etwa nichts mit Normen zu tun?
“Die gefühlte soziale Temperatur ist Umfragen nach mit der Entchristlichung jedenfalls kälter und rauher geworden. Da werden wir die Kultur christlicher Nächstenliebe noch schmerzlich vermissen in Zukunft.”
Ach so, die gefühlte (!) Tugendhaftigkeit ist zurückgegangen und das ist schlecht, weil: “Sie werden schon sehen!” Darf ich, verehrter Herr Püttmann, mit einem Argument kontern, dass zumindestens Sie überzeugen wird? SIE werden schon sehen!
“nur halt des Nichtglaubens oder Antiglaubens, der kein bisschen vernünftiger – eher unvernünftiger – ist als die religiöse Überzeugung, die ganze Wirklichkeit beschränke sich höchstwahrscheinlich nicht auf das, was wir Menschen sehen, fühlen, tasten oder sonst wie beweisen können.”
Zum einen sei mal darauf hingewiesen, dass man in der Naturwissenschaft (und diese meinte Sie wohl) nichts -im mathematische Sinne – beweisen sondern maximal belegen kann. Zum anderen ist alles, was wir nicht falsifizieren können, schlicht irrelevant für unser Leben. Wenn es keinen Test gibt, mit dem sich der Wahrheitsgehalt einer Behauptung widerlegen lässt, dann ist unsere Welt die selbe, ob die Behauptung nun wahr ist oder nicht.
Die Kreuze blieben. Entfernt wurden die jüdischen Schüler.
„die massenmörderischen Greuel der beiden atheistischen, kirchenfeindlichen Ideologien des 20. Jahrhunderts”
Merkwürdigerweise profitieren die katholische und die evangelische Kirche noch heute von den Privilegien, die ihnen die Nazis eingeräumt haben, z.B. im Reichskonkordat von 1933 und dadurch, dass die Kirchensteuer seit 1935 durch die Arbeitgeber abgeführt wird.
Die NSDAP bekannte sich zum „positiven Christentum“ und die Wehrmachtssoldaten hatten „Gott mit uns“ auf dem Koppelschloss. Hitler erklärte, den Willen Gottes zu tun, und für ihren Judenhass beriefen sich die Nazis auch und gerade auf Jesus und Luther.
Es ist dabei einerlei, ob Hitler tatsächlich Christ war oder dies nur vorgab, um die Masse der Christen für sich zu gewinnen. Jedenfalls kann man die Nationalsozialisten schlecht pauschal als atheistisch oder kirchenfeindlich darstellen.
Zum Kriegsende nutzte die Katholische Kirche ihre weltumspannende Organisation, um etlichen Nazi-Größen die Flucht ins Ausland zu ermöglichen. Stichwort: Rattenlinien.
Zwar gab es in der Tat kirchenfeindliche Aktionen der Nazis, wie die Prozesse gegen Geistliche wegen tatsächlichem und vermeintlichem Kindesmissbrauch, allerdings war vieles, was die Kirchen als „kirchenfeindlich“ empfanden, lediglich eine Zurückdrängung kirchlicher Privilegien, die auch heute noch Bestand hätte – z.B. das Abhängen von Kreuzen in öffentlichen Gebäuden oder das Verbot, Soldaten zur Teilnahme am Gottesdienst zu zwingen. DAS war der wesentliche Grund dafür, dass die Kirchen gegen die Nazis protestiert haben, wenn überhaupt.
Folgerichtig war auch die größte Aktion, die die Kirchen gegen die Nazis zustande gebracht haben, der Protest gegen die Abhängung von Kreuzen. Oder wie es jemand in einem Leserbrief ausdrückte:
„Die Kreuze blieben. Entfernt wurden die jüdischen Schüler.“
Wenn ich mich nicht täusche, sind Sie auch einer von der betrügerischen und kryptofaschistischen Giordano-Bruno-Stiftung, Ihre wahrheitswidrigen Behauptungen machen Sie mindestens zu einem Sympathisanten dieser Menschenverwirrer
Sie täuschen sich zwar in vielem, haben allerdings Recht damit, dass mir die Giordano-Bruno-Stiftung äußerst sympathisch ist.
@ Andreas Puttmann
Wenn die Moral und Wertvorstellungen in unserer Gesellschaft aber allein von Gott kommen, wie erklären Sie sich dann, dass auch Atheisten (wie meine Wenigkeit)diese besitzen und genauso rücksichts- und respektvoll mit ihren Mitmenschen umgehen wie gläubige Christen?
Nun, die Provokation ist gelungen! Aus dem Totenreich menschlicher Ideologien krächzt gegen den Osterjubel die Selbstherrlichkeit fanatischer Atheisten. Das Drehen an der alten Laier von Opfern der Religion tritt die Würde der Opfer derer, die von selbsternannten Atheisten in die Gulags dieser Welt verfrachtet wurden. Wer eine Bibel besaß, wer sich bekreuzigte oder gar das Knie beugte von dem einzigen Führer, Jesus Christus, dem König, wurde ins KZ gebracht.
Religion ist gefährlich. Sie befreit das Denken, da sie dem Denken Fragen aufgibt, die es herausfordern. Jedes Dogma der Christenheit weckt mehr Fantasien als die tödliche Vision von Visionären, die nie zögerten, ihre Widersacher als Sündenböcke zu liquidieren. Selbst Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit als zentrale Werte der christlichen Verkündigung wurden von ihren säkularen Verkündern missbraucht, zehntausende aufs Schafott zu führen. Die getöten Leiber der Menschen, die im Mutterleib auf Kosten der Krankenversicherung getötet werden Jahr für Jahr, werden in der kosmetischen Industrie zu Hautverjüngungscremes verarbeitet – immerhin, sie müssen nicht wie Israels Leib durch die Schornsteine- o, die Schornsteine – in die Luft (Nelly Sachs).
Man lese den Brief des Kapuziners Ingbert Naab von 1932: http://www.kapuziner.org/impuls/Brief.php
Ich wundere mich, wie die Maschinisierung der Welt von den selbsternannten Missonaren des Atheismus fröhlich aufgegriffen wird.
Obwohl wegen der Liebe schon mancher im Duell sein Leben verlor – wer würde ihr Misstrauen?
Haben nicht schon ihre Hoffnung begraben müssen, weil sie niemals vom Tisch der Reichen essen durften – wer aber würde deswegen die Hoffnung abschaffen?
Die Christen, die in den Gefängnissen Vietnams, Chinas und Koreas heute mit dem Halleluja die Gitterstäbe ihrer ängstlichen Gegner durchschreiten auf ein Leben hin, dass sich kein Mensch auszudenken vermag – wer kann angesichts ihres Schicksals vom Selbstbestimmungsrecht ihrer Verfolger sprechen?
Nein, die Religion ist keine Erfindung des Menschen. Sie öffnet das Grab der selbstverschuldeten Unmündigkeit, in dem Kinder bleiben, die von ihren Eltern zu nichts anderem erzogen werden als dahin, Rechte einzufordern, bar aller Pflichten.
Glaube, Hoffnung und Liebe strahlen in der Auferstehung des um ideologisierter Religion und praktischer Vernunft willen Gekreuzigten von Gottes Gnaden her an vielen Orten dieser Welt auf.
Für die Armen gibt es eine Hoffnung: Gott, ihr Retter. Für die Reichen gibt einen Richter: Gott, ihr Retter. Und für die Atheisten gibt einen Grund, auch ohne Gott glücklich zu sein: Gott, ihr Retter.
Im entscheidenden Moment schaltet er die Navigationssoftware aus und den Verstand des Menschen ein. Das Reich derer, die verantwortlich wahrnehmen, was sie denken können und was ihnen Maschinen ausrechnen – um im freien Gewissen mit Gottes Hilfe das ganze Andere, nämlich Gottes Willen, zu erfüllen. Atheisten dieser Welt, lasst Euch provozieren: Ostern gibt mehr zu Denken auf, als Ihr denken könnt.
@Bruder Paulus Terwitte: Phillip Möller stellt die Frage: „Was war und ist ‚mit Gott’ erlaubt?“ Ich stelle die Frage anders. „Was war und ist ‚ohne Gott’ erlaubt?“ Einige treffende Antworten darauf finden sich in Ihrem Kommentar, und wer wird die aufgeführten historischen Tatsachen leugnen wollen? Offensichtlich gestattet es die grenzenlose und ach so menschenliebende Freiheit der Atheisten jedoch nicht, dies beim Namen zu nennen. Ich nehme mir hiermit ausdrücklich die Freiheit, jedes Ihrer Worte zu unterschreiben und zu bedauern, dass ich diesen Kommentar nicht selbst geschrieben habe. Dabei hoffe ich, dass dies noch nicht verboten ist, kümmere mich aber auch nicht darum.
@Br. Paulus Terwitte:
“Wer eine Bibel besaß, wer sich bekreuzigte oder gar das Knie beugte von dem einzigen Führer, Jesus Christus, dem König, wurde ins KZ gebracht.”
Wieso war dann kein einziger deutscher Bischof im KZ, frage ich mich?
… aber dafür so viele Juden?
Ist es nicht eher so, dass die ‘Nachgeburt’, die Placenta also, die auch bei Lebendgeburten aus der Vagina rutscht, an die Kosmetikindustrie verkauft wird? Die daraus dann Hormocenta macht und ähnliche Wundermittelchen, die etwa so wirksam sind wie das Weihwassser von Lourdes.
Statt hier lautes Jammergeschrei zu erheben, sollten Sie vielleicht mal einen Anatomiekurs besuchen …
Herr Möller, Aktivist des Atheismus, spricht von der Kriminalgeschichte der christlichen Kirchen und meint zugleich eine kriminelle Gegenwart derselben zu erkennen. Natürlich hat es Verbrechen im Namen Christi gegeben, doch dies weiß jeder, insofern ist die “Kriminalgeschichte des Christentums” eine Banalität. Dabei übersieht Möller mit Absicht, daß ohne die Kirche vieles bei weitem schlechter verlaufen wäre: über Jahrhunderte sorgte die Kirche – speziell die Klöster – für die Bildung der Menschen, und zahlreiche sakrale Bauten wären ohne sie (natürlich) nicht entstanden. Manch einem Regenten schärfte der Glauben das Gewissen, und er unterließ Willkürakte. Insofern dürfte der gesellschaftliche Nutzen des Glaubens die Nachteile weit überstiegen haben – ganz abgesehen von der Hoffnung, die die Kirche in schweren Zeiten machte, und von der moralischen Wegweisung (“Navigationssystem”) auch gegenüber autoritären und totalitären Regimen.
Dann stellt sich die Frage nach der Kriminalgeschichte des Atheismus. Das wäre ein sehr umfangreiches Werk, alleine was das 20. Jahrhundert angeht. Wie steht es mit der Aufarbeitung dieser Blutspur?
Vor allem mangelt es auch gegenwärtig nicht an Christenverfolgung und Benachteiligung von Christen in betont atheistischen Staaten. Soviel zu dem Satz, “Er [der ungläubige Mensch] erachtet die Selbstbestimmungsrechte seiner Mitmenschen, (…) , er hinterfragt seine Urteile und läßt sich von keiner religiösen und politischen Ideologie zum blutigen Kampf ,für das Gute’ gegen ,das Böse’ verleiten”.
Gewalt gegen Andersdenkende und Andersgläubige geht heute zum allergrößten Teil vom Islam aus (darauf geht Herr Möller knapp ein), und es wäre daher zu begrüßen, wenn es dagegen ein breites Bündnis aus völlig unterschiedlichen Politikern, Journalisten, christlichen und humanistischen Bürgern gäbe. Da könnten dann auch überzeugte Atheisten zeigen, daß sie zur Solidarität mit Andersdenkenden fähig sind. Warum macht der Atheistenbus also nicht Station vor den Botschaften der entsprechenden Unrechtsstaaten der islamischen Welt und Nordkoreas, um für die Menschenrechte zu demonstrieren, in Begleitung einiger Fernsehteams und anderer Journalisten? Ein Schub an Aufmerksamkeit wäre ihm sicher! Von Greenpeace lernen heißt siegen lernen, jedenfalls im Zeitalter der Massenmedien.
Das ist doch einfach – Fritz Mauthner hat eine dreibändige “Geschichte des Atheismus” verfasst. Da finden Sie alle Wissenswerte – nur (in Ihren Augen wohl ‘leider’ ?) wenig über Gewalt.
Der Artikel Möllers muss noch dringend um folgende Fakten ergänzt werden:
Es ist nämlich erwiesen, dass geheimbündlerische Klüngel aus dem Vatikan hinter der Klimakatastrophe stehen, um ganz viel Unheil über die Weltbevölkerung zu bringen.
Außerdem hat ein vom damaligen Papst gesteuerter Zerstörer die Titanic versenkt.
Auch geht der Geheimdienst davon aus, dass die Kirche den Katholischen Fundamentalisten W. Kretschmann in die Partei der Grünen eingeschmuggelt hat, um jetzt auf diesem perfiden Umweg Baden-Württemberg in einen theokratischen Gottesstaat umzuwandeln.
Und überhaupt, wenn einmal das ganze Universum untergeht ist dafür nur einer verantwortlich: nämlich der nicht-existierende Gott.
Und das alles ist streng wissenschaftlich, hirnphysiologisch und evolutionsbologisch bewiesen. Selbst Darwin hat das in seinen geheimen Tagebüchern schon vorhergesehen. Nur die Kirche hat das über Jahrhunderte unter Verschluss gehalten, aber jetzt tauchen die Fakten endlich auf …
Also, Phillip Möller, wenn Sie sich jetzt auch noch als Publizist versuchen wollen, dann beachten Sie bitte künftig zwei gutgemeinte Ratschläge:
Erstens: Legen Sie endlich einmal eine neue Schallplate auf. Seien Sie innovativ! Die gebetsmühlenartig wiederholten religionskritischen Mantras dürften langsam selbst die gbs langweilen. Evolutiv gesehen sind Sie ein hochentwickelter Primat, lassen sie daher das Papageienhafte hinter sich.
Zweitens: Versuchen Sie sachlich anspruchsvoll und intellektuell redlich zu schreiben.
Da ist noch viel Raum für Entwicklung drin. Sonst heißt es, wie Sie es als Lehrer ja aus der Schule kennen: Setzen! Sechs! Und solche Kritik tut weh. Das kann auf Dauer zu Minderwertigkeitskomplexen führen. Und wie schon R. Dawkin belegt hat, führen ja solche Traumata unter Umständen zu schweren psychischen Schäden, bis hin zum fanatischen Atheimus (oder so ähnlich). Und dieser Zusammenhang ist hirnphysiologisch beweisen. Und evolutlotionsbiologisch und so … Sie wissen schon.
Eine Frage beschäftigt mich nun doch! Herr Möllers, immerhin veritabler Pressesprecher eines humanistischen Verbandes, wird auf dem hiesigen Profil als, so wörtlich, “Grundschullehrer für Mathematik” vorgestellt.
Heißt das, das dieser Mann die ehrenwerte Aufgabe übernommen hat, unseren Kindern das kleine und große Einmaleins beizubringen? Und vor allem: Heißt das, dass die intellektuelle Beanspruchung dieser Tätigkeit eine Rückwirkung auf die Qualität seines Artikels hat?
Das “Böse” ist im Grunde das “anders Gute”, das genauso nur durch Diskriminierung, Ausgrenzung und bigotte, anerzogene Vorurteile viktimisiert wird wie der Habenichts durch den Erfolg des Erfolgreichen!
Ein sehr guter Beitrag, leider aber geguttenbergt: http://bluthilde.wordpress.com/2010/03/26/gotteswahn_schtonk/
Dass Sie keine Quellenangabe verwendet haben, spricht nicht gerade dafür, dass eine Gesellschaft ohne Gott das (geistige) Eigentum des Mitmenschen übermäßig beachten würde…