Der Professor Direktor des Deutschen Instituts für Internationale Politik und Sicherheit und geschäftsführender Vorsitzender der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin. Davor war er Leiter der Forschungsgruppe Naher Osten und Afrika. Sein Buch „Iran – Eine politische Herausforderung: Die prekäre Balance von Vertrauen und Sicherheit“ erschien 2008 im Suhrkamp Verlag.
Zuletzt aktualisiert am 31.08.2010Die USA bleiben die einzige Weltmacht, die im Nahen Osten für Frieden sorgen kann. Denn wirkliche Sicherheitsgarantien für beide Seiten kommen nur aus Washington, nicht aus Brüssel oder Straßburg. Auch die sprunghafte Türkei lässt sich allerhöchstens von den Amerikanern in Zaum halten. Das Interview führte Alexander Görlach.
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Das Festhalten Irans an seinem Atomprogramm dient einer Politik der Abschreckung. Erst wenn Sanktionen mit einem Dialog verknüpft werden, kann der Konflikt sinnvoll bearbeitet werden. Denn: Teheran hat durchaus das Interesse, mit den Amerikanern ins Geschäft zu kommen.
Im Interview mit The European entlarvt der Iranexperte Volker Perthes die Placebo-Politik vieler Staaten beim Atomstreit und schlägt eine andere Medizin vor: Deutschland solle sich nicht auf das Sanktionen-Mantra einlassen, das ohnehin nur in einem Fall wirkt. Und schließlich werde Iran die Bombe auch dann nicht bauen, wenn es theoretisch möglich ist. Das Gespräch führte Tobias Betz.