„Ein Dummkopf sollte nicht zu viel Raum einnehmen. Bei gleicher Geistlosigkeit kommt es auf den Unterschied der Körperfülle an.“ Karl Kraus
Der Politologe Perthes ist seit 2005 Direktor der „Stiftung Wissenschaft und Politik“ (SWP) in Berlin. Er lehrte als Professor in Beirut, Duisburg, Münster und München. Derzeit ist er außerplanmäßiger Professor an der Humboldt-Universität und Honorarprofessor an der FU Berlin. Perthes wurde 1958 in Homberg geboren.
Zuletzt aktualisiert am 12.04.2012
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In Syrien wird weiter gekämpft und der Ausgang bleibt ungewiss. Drei Szenarien für die nähere Zukunft kommen infrage – nur eins davon verspricht ein rasches Ende zivilen Leids.
Die USA bleiben die einzige Weltmacht, die im Nahen Osten für Frieden sorgen kann. Denn wirkliche Sicherheitsgarantien für beide Seiten kommen nur aus Washington, nicht aus Brüssel oder Straßburg. Auch die sprunghafte Türkei lässt sich allerhöchstens von den Amerikanern in Zaum halten. Das Interview führte Alexander Görlach.
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Das Festhalten Irans an seinem Atomprogramm dient einer Politik der Abschreckung. Erst wenn Sanktionen mit einem Dialog verknüpft werden, kann der Konflikt sinnvoll bearbeitet werden. Denn: Teheran hat durchaus das Interesse, mit den Amerikanern ins Geschäft zu kommen.
Im Interview mit The European entlarvt der Iranexperte Volker Perthes die Placebo-Politik vieler Staaten beim Atomstreit und schlägt eine andere Medizin vor: Deutschland solle sich nicht auf das Sanktionen-Mantra einlassen, das ohnehin nur in einem Fall wirkt. Und schließlich werde Iran die Bombe auch dann nicht bauen, wenn es theoretisch möglich ist. Das Gespräch führte Tobias Betz.