Der Politiker ist verteidigungs- und abrüstungspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag. Zudem sitzt Schäfer für die Linken im Untersuchungsausschuss zur Kundus-Affäre. Politisiert wurde der gebürtige Mainzer durch den Vietnamkrieg, die Notstandsgesetze und die NPD. Während seines Studiums in den 70er-Jahren war Schäfer an der Gründung des Marxistischen Studentenbundes Spartakus beteiligt. Zwischen 1992 und 1999 war er Mitglied der SPD, nach dem Wandel in der Partei durch Gerhard Schröder trat er aus und bei der PDS ein. Seit 2005 sitzt Schäfer für Die Linke im Bundestag.
Zuletzt aktualisiert am 03.09.2010
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Das Verteidigungsministerium versucht die Bundeswehr mit großen Gesten ins öffentliche Bewusstsein zu drängen, auf der Suche nach gesellschaftlicher Anerkennung für die Truppe. Aber heldenkultischer Budenzauber hilft nicht bei einer effektiven Strukturreform. Die Bundeswehr braucht neue und klare Aufgaben. Konkret bedeutet das eine Beschränkung auf Landes- und Bündnisverteidigung.
Das große Säbelrasseln des Westens gegen die Atompolitik des Iran spielt den Hardlinern in die Hände. Der Weg zum Ziel geht nur über eine vernünftige Kooperation, zu der Teheran in wesentlichen Punkten bereits Zustimmung signalisiert hat. Nur so bleibt die Chance erhalten, den Bau von Nuklearwaffen im Iran zu verhindern.
Der Verteidigungsminister wird angezählt, ist aber noch nicht k.o. Die SPD will Karl-Theodor zu Guttenberg zum Rücktritt zwingen. Dazu bietet ihr der Untersuchungsausschuss zur Kundus-Affäre die geeignete Bühne. Die Linke macht da aber nicht mit.