Spielerfrauen aufgehorcht: Bruno Labbadia ist schon bald wieder als Fußballlehrer aktiv. Nachdem es dem aktuellen Trainer des VfB Stuttgart, Jens Keller, nicht gelungen ist, ein paar Punkte einzustreichen, wurde er folgerichtig beurlaubt. Manager Fredi Bobic ist sich mit Labbadia offenbar einig, der Sonnyboy aus Darmstadt arbeitet künftig am Neckar. Mit welchen Konsequenzen ist zu rechnen? Folgt jetzt ein Minirockverbot für Spielergattinnen? Labbadia eilt ein Ruf voraus: Immer wieder brodelt die Gerüchteküche, der Trainer ginge mit demselben Eifer auf Flirtkurs, wie er früher im Strafraum seine Gegner nackig machte.
Zuletzt wurde wild spekuliert, dass er eine Affäre mit Pjotr Trochowskis Freundin Melanie gehabt habe. Mit ähnlichen Vorwürfen wurde Labbadia bereits in Leverkusen konfrontiert. Am Ende war das Verhältnis zwischen Werkself und Coach derart zerrüttet, dass sich das Team mit zwanzig zu vier Stimmen gegen Labbadia aussprach. Ein eindeutiges Misstrauensvotum, das auf mehr hindeutet als auf trainingsüberbelastete Spieler.
Heftige Liebeleien statt Nachhaltigkeit
Daher wird die Personalie in der Spielerkabine mit allgemeinem Raunen und Stöhnen kommentiert worden sein. Denn Labbadia genießt ebenfalls den Ruf, nicht zimperlich zu sein, wenn es darum geht, seine Spieler eng an die Kandare zu nehmen. Zum Standardrepertoire des 44-jährigen Coaches gehört vor allem langes und hartes Training – ein probates Mittel, um ein Team für kurze Zeit auf ein hohes Niveau zu bringen. Also genau das, was der VfB jetzt braucht?
Mitnichten. Der VfB wäre besser beraten, eine nachhaltige Lösung zu suchen, mit einem Trainer, der für Substanz und Kontinuität steht. Denn heftige Liebeleien sind vor allem eins: von kurzer Dauer. Wenn die erste Leidenschaft vorüber ist, kehrt Ernüchterung ein und man fängt an, sich anderweitig umzuschauen. Diesen Teufelskreis gilt es in Stuttgart aber zu durchbrechen, denn diese kurzen Abenteuer der letzten Jahre haben die Fans und vor allem die Spieler mürbegemacht.
Seit jener goldenen Ära mit Felix Magath gleicht der VfB einem Durchgangsbahnhof. Nach Magath kam 2004 Matthias Sammer für ein Jahr, dann Giovanni Trapattoni für ein reichliches halbes Jahr, dann Armin Veh für immerhin rund zweieinhalb Jahre, ehe Markus Babbel für 13 Monate die sportliche Leitung übernahm. Nach dem Kurzintermezzo des Münchners unternahm der VfB mit der Verpflichtung von Christian Gross noch einmal den Versuch, mit einem Trainer von internationalem Rang längerfristig zu planen. Auch das Ende dieser Liaison kam abrupt. Können Sie noch folgen? – Mit Keller und Labbadia komme ich auf sieben Trainer in sechs Jahren. An festen Bindungen scheint im VfB-Präsidium keiner Interesse zu haben.
Wie Arsch auf Eimer
Dass es zuletzt Jens Keller richten sollte, erweckt zudem den Eindruck von Inkompetenz, denn einen zwar gut ausgebildeten, aber ziemlich unerfahrenen Trainer in einer derart zerfahrenen Situation in die Verantwortung zu setzen, ist eher Aktionismus als eine wohl überlegte Partnerwahl. Dieser Eindruck verstärkt sich nur umso mehr, wenn tatsächlich der Großmeister der trainertechnischen One-Night-Stands eingekauft wird: Bruno Labbadia.
Er soll einen Vertrag bis zum Saisonende erhalten, mit Option auf ein weiteres Jahr in Diensten des VfB, wenn der Klassenerhalt geschafft wird. Man kann dieses Engagement auch so übersetzen: "Bruno, lass uns die Nacht zusammen verbringen. Und wenn es Spaß gemacht hat, darfst du noch zum Frühstück bleiben.“ Wenn ich recht überlege, passen die Diva vom Neckar und der Don Juan aus Darmstadt eigentlich wie Arsch auf Eimer.




















Ich finde das passt wie der Arsch auf den Eimer. Da hat jemand den Nagel auf den Kopf getroffen, oder sollte ich sagen, dass es wie die Faust auf’s Auge passt? Keine Ahnung, jedenfalls passt hier der Deckel auf den Topf!