Wenn der Mensch nur noch Multitasking macht, dann kommt er nicht mehr zum Nachdenken. Frank Schirrmacher

Ein unsterbliches Geschenk

Das Zwiegespräch mit Gott lehrt einen Geduld, im Frieden zu sein und nie den Mut zu verlieren.

Beten bedeutet für mich, basisdemokratisch für und mit Gott unterwegs zu sein.

Für mich ist das Zwiegespräch mit unserem Schöpfer der wichtigste und schönste Bestandteil in meinem Leben und einfach unbeschreiblich wunderbar, wenn man weiß, dass der Grund, warum es einen gibt, immer für einen da ist, egal wann man ruft, immer.

Ich habe als Kind, und später auch als Teenager, oft bei einer lieben, frommen Tante in Sangerhausen gelebt, durch sie habe ich gelernt zu beten und an Gott zu glauben und Gott zu vertrauen. Meine freundschaftliche Beziehung zu Gott, mein Glaube & Vertrauen wuchs mit den Jahren, und die Kraft des Betens habe ich immer mehr und besser kennen- und schätzen gelernt.

Nie den Mut verlieren

Im Gebet kann ich Gott alles fragen, alles bitten und alles sagen, dadurch wächst mein Bewusstsein für die Wahrheit und meine Lebens-Kraft und die Gabe, Liebe selbstlos zu verschenken und auch offenen Herzens empfangen zu können.

Durch das Lesen in meiner Bibel und die Zwiesprache mit dem lieben Gott habe ich gelernt, Geduld und Gott-Vertrauen zu haben, im Frieden zu sein und auch im Frieden zu bleiben, selbst in stürmischen Zeiten, und auch in Zeiten von Krankheit und Sorge, das Gebet half und hilft mir immer, nie den Mut zu verlieren.

Ich singe oft den wunderschönen Blues „Sometimes I Ring Up Heaven“, in welchem ich die Liebe und das Vertrauen, das ich für Gott empfinde, auch musikalisch ausdrücke. In diesem Sinne ermutige ich alle Menschen, sich im Gebet Gott anzunähern und sich voller Vertrauen, mit eigenen Worten, in jeder Lebenslage an Gott zu wenden.

Beten kann man immer

Ich glaube fest daran, wenn eine Familie, eine Nation, eine Menschheit, zusammen und füreinander betet, dann wird der Mensch die Welt zu einem besseren Zuhause umwandeln können. Mit dem Glauben ist das ja bekanntlich so eine Sache … anfangs noch wie ein kleines Samenkörnchen, das dann mutig zu einer kleinen, verletzlichen Pflanze hoch wächst, die sich dann im Laufe der Zeit zu einem riesigen Naturschutzgebiet ausweitet.

Ich möchte die Menschen von ganzem Herzen und von ganzer Seele ermutigen: eine ganz persönliche Beziehung zum Schöpfer aufzubauen und sich im Gebet an Ihn zu wenden, das ist ein unsterbliches Geschenk, das niemals alt oder schlecht wird. Beten kann man immer, egal wo man gerade ist, man kann es in Gedanken tun, leise oder laut, alleine oder zu zweit, zu dritt, zu viert, in der Gemeinde, und vor allem auch allein im „stillen Kämmerlein“.

Und wer da meint, er hätte keine Zeit zum Beten, der hat dann wohl auch keine Zeit, um sich die Zähnchen zu putzen … Also, so viel Zeit muss sein.

Lesen Sie weitere Meinungen aus dieser Debatte von: Uffe Schjodt, Ingo Hofmann, Dietmar Heeg.

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