Der gebürtige Hamburger arbeitet für das Referat Internationale Politikanalyse der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin. Er war von 2005-2009 direkt gewählter SPD-Bundestagsabgeordneter des Wahlkreises Hamburg-Eimsbüttel und danach Senior Fellow beim German Marshall Fund in Washington DC. Als Mitglied im Auswärtigen Ausschusses des Bundestages zählten u.a. das deutsche Engagement in Afghanistan und im Nahen Osten zu seinen Arbeitsschwerpunkten. Von 2001-2004 war er Bundesvorsitzender der Jusos. Niels Annen ist seit 2003 Mitglied des SPD-Parteivorstands.
Zuletzt aktualisiert am 17.10.2011
Trotz vieler Rückschläge haben sich in Afghanistan Ansätze einer Zivilgesellschaft herausgebildet, doch die Ermordung vieler Taliban scheint sich mittlerweile als Fehler herauszustellen.
Olaf Scholz hat es geschafft, die zerstrittene Elb-SPD zu vereinen. Doch wer glaubt, den Sozialdemokraten stünde ein Durchmarsch bevor, der irrt. Die Genossen sind gut beraten, sich ein Clausewitz-Zitat vor Augen zu führen.
Ein voreiliger Abzug aus Afghanistan ist weder verantwortungsbewusst, noch im Einklang mit der Solidarität im westlichen Bündnis. Das muss die Politik der Bevölkerung vermitteln - auch wenn es nur wenig Beifall dafür gibt.