Die meisten Journalisten haben kein Gewissen mehr. Jörg Kachelmann

Der Islam gehört nicht zu Deutschland

Die Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime Mina Ahadi, die in einem offenen Brief die Einladung der AfD abgelehnt hat, spricht über den Islam in Deutschland, die AfD und das Versagen der Linken.

Petra Adick: Als Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime wurden Sie von Frauke Petry zu einem Gespräch mit der AfD eingeladen. Ihre Antwort war ein offener Brief, in welchem Sie die Einladung abgelehnt haben. Warum?

Mina Ahadi: Ich bin grundsätzlich dazu bereit mit Menschen zu diskutieren, aber ich hatte den Eindruck das die AfD mich und den ZdE für ihre politische Richtung vereinnahmen und instrumentalisieren wollte. Ich hielt es für besser, meine Gründe in einem offenen Brief darzulegen.

Petra Adick: Wäre es nicht besser gewesen, sich mit der AfD zu treffen, um über diese Themen zu reden?

Mina Ahadi: Die AfD spricht über Themen, über die sich viele Menschen in Deutschland Sorgen machen. Sie redet nicht nur über den Islam, sondern auch zum Beispiel darüber, dass die etablierten Parteien ihre Nähe zum Normalbürger verloren haben. Doch wie man darüber diskutiert, vergiftet das Klima in Deutschland.

Die AfD zeigt ihr wahres Gesicht beim Thema Flüchtlinge. Ihre Aussagen darüber sind brutal und herzlos. Meiner Meinung nach hetzen sie gegen Ausländer. Wenn die Partei das Sagen hätte, dann wäre das ihre Essenz und das ist erschreckend.

Im Gegensatz zu den etablierten Parteien reden die rechtspopulistischen Parteien über die Themen, die den Menschen Sorgen machen. Doch letztendlich befinden sie sich alle auf einem rechten Kurs, der wahrscheinlich mit der Zeit noch schlimmer werden wird. Ihre wesentlichsten Merkmale sind gegen Flüchtlinge und die EU zu kämpfen.

Frauke Petry sagt, dass man in ihrem Parteiprogramm nichts finden kann, was sich gegen Ausländer richtet. Ich bin da aber anderer Meinung. Die AfD schwenkt gerne die Fahne des Nationalismus und redet gegen die EU und über das “Flüchtlingschaos”. Frau Petry hat gesagt, dass man im Notfall auch auf die Flüchtlinge an den Grenzen schießen kann. Im Wesentlichen ist das doch fremdenfeindlich.

Und das hat Folgen. Viele junge Menschen, auch gerade solche mit ausländischem Wurzeln, haben sehr positiv auf meinen offenen Brief an Frau Petry reagiert. Man sieht ihnen ihre ausländische Herkunft natürlich an, und es sind gerade sie, die diese neue Atmosphäre, dass es hier immer mehr zu ausländerkritischen bis zu ausländerfeindlichen Haltungen kommt, besonders spüren können. Sie haben Angst vor diesem neuen Klima in Deutschland.

Frauke Petry kann die Identität ihrer Partei weder schönreden noch verharmlosen.
Die AfD wird von vielen Menschen gewählt, die den etablierten Parteien und dem System die Rote Karte zeigen wollen. Die Partei ist aber auch zum Sammelbecken von rechten bis rechtsextremen und rassistischen Menschen geworden, die man schon in die Nähe der Pegida einordnen kann und das ist sehr problematisch.

Petra Adick: Die AfD hat einige Punkte in ihrer Islamkritik, die denen des ZdE zu gleichen scheinen. Wo sehen Sie die Gemeinsamkeiten und wo die Unterschiede?

Mina Ahadi: Die AfD und der ZdE verfolgen sehr unterschiedliche politische Richtungen und Ziele.

Ich will noch einmal betonen, dass wir es hier nicht mit einer rein religiösen Organisation zu tun haben, sondern dass wir es heute im 21. Jahrhundert mit einer politischen Bewegung zu tun haben, dem politischen Islam. Das ist ein sehr wichtiger Punkt. Diese Bewegung richtet sich zuallererst gegen die Menschen in islamisierten Ländern. Aber die westeuropäischen Regierungen haben sich da oft eingemischt, indem sie dieser Bewegung geholfen oder darüber geschwiegen haben.

Auch die AfD redet nicht über den politischen Islam in unseren Herkunftsländern und versteht nicht, dass diese politische Bewegung seit 37 Jahren im Iran, in Afghanistan, in Somalia und im Sudan ist und das Leben von den Menschen dort zerstört hat. Im Iran sieht man ganz deutlich, egal ob Muslim oder nicht, alle werden von diesem islamischen Regime terrorisiert. Es werden dort auch Muslime gefoltert und hingerichtet. Viele der Flüchtlinge, die zurzeit irgendwo an den Grenzen festsitzen sind Menschen, die genau vor dieser politischen Bewegung fliehen. Wenn man sich diese komplexe Situation insgesamt anschaut, anstatt sich nur auf Europa zu konzentrieren, dann sieht man natürlich ganz automatisch in Praxis und Theorie, warum so viele Menschen hierhin fliehen und warum eine humane Politik gegenüber den Flüchtlingen die einzige Antwort ist. Aber davon will die AfD nichts wissen. Die reden nur über Deutschland und nur über islamische Organisationen. Sie haben kein Problem mit der Kirche und ihrem Einfluss, nur mit dem Islam.

Der Unterschied zwischen dem Islam und dem Christentum ist, dass das Christentum einst eine sehr aggressive, politische Bewegung mit einem enormen Machtanspruch war, und zum Teil immer noch ist, und das der Islam das heute auch noch ist. Die Politiker und die Intellektuellen müssen verstehen, dass es jetzt eine politische Bewegung in Deutschland gibt, die den Islam und seine Regeln versucht auch hier durchzusetzen. Genau deswegen ist der Islam so präsent geworden. Das heißt aber nicht, dass alle Muslime an sich so sind. Die islamischen Organisationen bekommen finanzielle Unterstützung und ihnen werden Möglichkeiten gegeben, Einfluss zu üben. Jetzt tun sie das auch in Flüchtlingsheimen und es wird sowohl von ihnen als auch von der deutschen Regierung propagiert, dass man die Flüchtlinge durch die Moscheen integrieren kann. Was ist denn das für ein Armutszeugnis für einen Staat wie Deutschland im 21. Jahrhundert.

Ein zweiter Punkt ist, dass der ZdE von Anfang an kritisiert hat, dass die deutsche Regierung Menschen aus islamisierten Ländern allen pauschal eine Religion als Hauptmerkmal gibt. Das heißt, angeblich sind 4 Millionen Menschen nicht Individuen mit verschiedenen politischen oder religiösen Vorstellungen, sondern sie sind alle zuerst einmal Muslime. Die deutsche Regierung macht das, weil es gut in ihre politische Zielsetzung passt und weil die Kirche hier in Deutschland auch noch sehr viel Einfluss hat. Die Parteien scheinen alle mit der Stellung und den Sonderrechten der Kirche einverstanden zu sein. So versuchen die Islamisten gleichzuziehen, denn man kann schlecht der Kirche viele Sonderrechte und Macht geben, aber nicht dem Islam.

Uns geht es um einen echten Säkularismus in der Gesellschaft, was zum Beispiel auch heißt, dass es keine religiösen Symbole am Arbeitsplatz und in den Schulen geben darf, egal von welcher Religion. Die AfD sagt das nicht, weil sie der Kirche immer noch eine Sonderstellung gibt.

Petra Adick: Wie erklären Sie sich den Zulauf, den die AfD genießt?

Mina Ahadi: Nicht nur die AfD hat einen starken Zulauf, sondern auch Le Pen in Frankreich und die ÖFP in Österreich. Ich denke, der Grund ist, dass wir in einem kapitalistischen und politischen System leben, in dem vieles sehr schlecht funktioniert. Ja, Deutschland geht es wirtschaftlich besser, aber gucken Sie sich die Situation vieler Menschen hier an. Die etablierten Parteien versuchen immer wieder diese Unruhen, die es in der Bevölkerung gibt, zu beschwichtigen. Doch das System ist immer noch das gleiche und es funktioniert nicht. Es bringt nur einigen wenigen Menschen einen großen Nutzen und die Leute sehen das natürlich.

Es gibt so viele Probleme hier: Arbeitslosigkeit, niedrige Löhne, Sozialleistungen, die Renten. Menschen in Deutschland sind wütend darüber, dass nach 40 Jahren Arbeit viele Rentner jetzt in den Mülleimern nach Leergut suchen müssen. Über die letzten Jahre ist das noch schlimmer geworden. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer. Die Kommunikation der etablierten Parteien mit den Bürgern ist kaputt. Die Parteien brauchen keine Rechenschaft über ihre Politik abzulegen. Die machen was sie wollen und hören überhaupt nicht auf das, was die Menschen zu sagen haben, obwohl sie ja eigentlich deren Repräsentanten sein sollen. Das ist lachhaft, aber in diesem System können sie das tun.

Die Medien spielen dabei eine große Rolle. Gucken Sie sich nur an wie die über das Treffen zwischen der AfD und dem ZdM berichtet haben. Das war nicht neutral. Mehrere wichtige Medien haben sich durch die Art und Weise ihrer Berichterstattung auf Mazyeks Seite gestellt. Das ist eine Tendenz, die man hier beobachten kann, denn ich als Islamkritikerin finde nur sehr wenig Gehör in den Medien. In Deutschland wird eine “Verharmlosungspolitik” betrieben. Menschen werden zu Fernsehdebatten eingeladen, die dazu dienen, den Status quo der Regierung aufrechtzuerhalten. Die etablierten Parteien reden nicht über die Dinge, die den Menschen auf den Nägeln brennen, aber die AfD redet darüber. Alle vier Jahre dürfen wir zum Wahllokal gehen und unsere Stimme abgeben und dann machen die Parteien eh, was sie wollen. Das läuft schon seit Langem so und ist einer der Gründe, warum mehr und mehr Menschen zur Pegida oder Parteien wie der AfD übergehen.

Petra Adick: Aber ist die AfD dann nicht eine Alternative?

Mina Ahadi: Die AfD ist nicht die Antwort, die AfD ist ein Teil des Problems. Man muss ganz klar sehen, was die AfD in unsere Gesellschaft reinbringt und wie sie das Klima in Deutschland vergiftet. Andere Parteien, die zu Beginn auch kritisch waren, sind nach und nach Teil des Systems geworden. In Deutschland ist es ein Tabu zu sagen, dass das System nicht funktioniert und man das ganze System ändern muss. Alle haben Angst, denn sie denken, dass das einen Rückschritt bedeuten würde und wir in eine Diktatur rutschen würden. Solange wir keine gute, humanistische, links orientierte und systemkritische Alternative haben, solange werden die rechten Parteien Zulauf haben. Aber sie sind ein Teil des Problems und nicht die Antwort. Wenn sie an die Macht kommen, dann werden die Probleme noch größer, weil sie gegen eine fortschrittliche Kultur und gegen Ausländer sind. Das Ideal der Familie und der Frau das sie anstreben, ist rückschrittlich. Ihre Politik bedeutet düstere Aussichten für uns alle und ist nicht die Antwort auf die Probleme, die die Menschen hier in Deutschland haben.

Petra Adick: Was wäre denn ihrer Meinung nach eine gute Alternative?

Mina Ahadi: Eine bessere Alternative wäre, wenn wir kritisch über die Arbeitslosigkeit, die zunehmende Armut, die Parteien die machen was sie wollen, und den politischen Islam reden würden. Ich wünsche mir, dass hier in Deutschland eine Partei gegründet wird, die über diese Themen offen redet und die eine humanistische Kultur in Deutschland etabliert. Diese Partei sollte sich für eine säkulare Gesellschaft einsetzen. Auch wenn wir diese Alternative zurzeit leider in Deutschland noch nicht haben, so muss man trotzdem über all diese Probleme reden und die Debatte in eine humanere Richtung lenken. Man darf nicht, nur weil es noch keine gute Alternative gibt, bei der AfD mitmachen. Das ist völlig falsch und bringt gar nichts.

Die AfD auf der einen und die Islamisten auf der anderen Seite können unsere Gesellschaft in eine heftige Krise bringen. Wir müssen daher offen über die Probleme reden und vor allem auch darüber, wie mangelhaft das demokratische System in Deutschland ist. Ich persönlich denke, dass eine direkte Demokratie besser ist, aber auch hier ist Vorsicht geboten. Die Abstimmung durch das Volk muss von sachlichen und vernünftigen Diskussionen begleitet werden, sonst rutscht das auch in die Gefahrenecke ab.

Petra Adick: Islamkritik, Islamophobie, Rassismus wie hängt das zusammen?

Mina Ahadi: Dass die AfD so viel Einfluss gewonnen hat im Bezug auf den Islam und den politischen Islam ist auch die Schuld der linken Parteien und links orientierten Organisationen. Ich habe vor einiger Zeit einen offenen Brief an Sarah Wagenknecht geschrieben, in dem es genau um dieses Thema geht.

Wenn die Hauptsorge der linken Parteien der Antiimperialismus ist und sie den politischen Islam oder die islamische Bewegung als Gegner der Imperialisten begrüßt, dann sind sie Teil des Problems. Ich habe noch nie einen kritischen Satz von den Linken in Deutschland gegen den politischen Islam und die Islamisten gehört. Über diese unmenschliche Bewegung wird offiziell nicht gesprochen oder es wird verharmlost. Doch die Menschen kriegen jeden Tag mit, wie sich diese politische Bewegung versucht hier durchzusetzen. Und wenn die Politiker und die Medien darüber schweigen, dann gehen diese Menschen zur AfD.

Ich kritisiere die Multikultis, die Steinigungen oder Kopftuchzwang als Kultur definiert und somit verharmlost haben. Islamkritik wird als Islamophobie definiert und ist somit in den Augen der Linken ein Zeichen von Rassismus. Man kann das sehr gut an meiner Lebensgeschichte sehen. Ich bin eine Frau, die aus einem Land fliehen musste, in dem der politische Islam vor fast 40 Jahren die Macht ergriffen hat. Menschen, die so wie ich gegen Hinrichtungen, Steinigungen, gegen den politischen Islam und für Frauenrechte kämpfen, wir werden von den Medien und den linken Parteien ignoriert. Oder was noch schlimmer ist, wir werden als Islamophoben bezeichnet und als Hasser dargestellt. Die Probleme, über die wir reden, werden bagatellisiert. Das sind ernsthafte Probleme von Millionen von Menschen in islamisierten Ländern und jetzt ist es leider auch zu einem Problem in der europäischen Gesellschaft geworden. Wir reden von Terror, einer politischen Bewegung, die frauen- und menschenfeindlich ist, die gegen eine säkulare Gesellschaft ist. Doch diese Themen werden hier ignoriert. Wir werden angegriffen, weil wir darüber reden.

Petra Adick: Vor kurzem fand ein Treffen zwischen der AfD und dem Zentralrat der Muslime statt. Es wurde vorzeitig abgebrochen, weil man angeblich nicht über fundamentale Differenzen und Anschuldigungen hinwegkam. Wie stehen Sie dazu?

Mina Ahadi: Ich habe eigentlich nichts anderes erwartet. Keiner hat gewonnen. Beide Seiten versuchen daraus Kapital zu schlagen und mehr Aufmerksamkeit für ihre Position zu bekommen.

Die Funktionäre des ZdM haben sich in den letzen 8 Jahren geweigert an öffentlichen Debatten teilzunehmen, wenn wir vom ZdE dabei waren. Die begründen das so: “Sie haben die Religion verlassen, Sie sind jetzt eine Ex-Muslimin. Sie können nicht über Muslime und den Islam reden.”

Der ZdM entstand, weil die deutsche Regierung eine Islamkonferenz organisiert hat, und wollte das die verschiedenen islamischen Organisationen zusammenarbeiten. Der ZdM vertritt angeblich Millionen von Menschen, nur weil sie aus bestimmten Ländern kommen, und wurde zum Sprecher dieser Menschen gemacht. Ich bekomme aber viele Telefonanrufe und E-mails von Muslimen, die sagen: “Ich bin Muslim, aber ich vertrete die gleiche Meinung wie Sie. Wer hat diesen Mazyek überhaupt gewählt? Er redet dort angeblich in meinem Namen. Ich bin damit nicht einverstanden.” Viele sagen, dass sie von Herrn Mazyek noch nie gehört haben.

Frau Petry und alle anderen Politiker sollten wissen, dass der ZdM einige reaktionäre, mitunter frauenfeindliche Organisationen und Islamisten in Deutschland vertritt, und nicht die muslimischen Menschen in Deutschland.

Der ZdM und Herr Mazyek befürworten, dass die Scharia in Deutschland eingeführt wird. Die Scharia hat aber, wie alle anderen religiösen Gesetze auch, in Deutschland nichts zu suchen und wir müssen die deutsche Regierung unter Druck setzen, dass das auch so bleibt. Herr Mazyek redet gerne über die Religionsfreiheit. Ich will wissen was die Menschen denn noch alles so unter dem Motto der Religionsfreiheit zulassen sollen? Die Religionsfreiheit ist kein Universalrecht, mit dem man alles entschuldigen und rechtfertigen kann. Die Scharia ist nicht Teil der Religionsfreiheit und darf so niemals verstanden werden, denn sie ist gegen jegliche Errungenschaften der fortschrittlichen Menschheit. Das Problem ist, dass die deutsche Regierung immer wieder mit diesen Organisationen zusammenarbeitet, weil man so angeblich die Menschen beschützen und etwas gegen den Terrorismus machen kann. Aber es passiert genau das Gegenteil. Denn wenn diese Organisationen Macht, Aufmerksamkeit und Geld bekommen, dann hilft das auch dem politischen Islam und dem Terrorismus in Deutschland.

Der Säkularismus ist ein sehr wichtiger Punkt hier. Die Religion muss vom Staat und vom Unterricht getrennt sein und getrennt bleiben. Und das muss für alle Religionen gelten. Religion muss Privatsache sein. Wenn wir dagegen sind, dass die islamischen Organisationen vom Staat Privilegien bekommen, dann müssen wir auch über alle anderen Religionen reden. Das heißt, dass weder die Kirche noch die islamischen Organisationen noch andere Religionen, Sonderrechte oder Steuergelder bekommen. Religiöse Organisationen müssen als eingetragene Vereine geführt werden, die unter der Kontrolle des Staates stehen.

Petra Adick: Wulff und Merkel sagen der Islam gehört zu Deutschland, die AfD sagt der Islam gehört nicht zu Deutschland. Was sagen Sie?

Mina Ahadi: Dieser Satz ist problematisch. Warum reden Wulff, Merkel und die AfD nicht von den Menschen? Warum wird von den Politikern die Religion wieder in den Vordergrund gebracht? Warum werden die Migranten aus islamisierten Ländern alle als Muslime bezeichnet? Sind alle Deutschen Christen? Doch wohl nicht. Der Islam gehört nicht zu Deutschland, keine Religion gehört zu Deutschland, die Menschen gehören zu Deutschland. Man darf den Religionen nicht noch mehr Gelegenheit geben, sich zu vielen gesellschaftlichen und politischen Themen zu äußern, und sich einzumischen. Das ist gerade jetzt sehr gefährlich, weil der Islam eine aggressive, politische Bewegung geworden ist. Wir dürfen nicht mit islamistischen Organisationen zusammenarbeiten, weil sie sonst noch besser hier Fuß fassen können. Deutschland muss säkularer werden. Gehen wir nach vorn in die Zukunft, nicht zurück.

Hat Ihnen das Interview gefallen? Lesen Sie auch ein Gespräch mit Aiman Mazyek: „In Deutschland gibt es keine einzige Burka-Trägerin“

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