“Man kann den Kampf der Kulturen auch herbeireden“, so Rita Süssmuth kürzlich in einem Interview der SZ. Genau auf dem besten Weg dazu befinden wir uns derzeit. Die seit Monaten wütende "Integrationsdebatte“ scheint sich noch nicht ausgetobt zu haben. Die Kollateralschäden könnten aber immens sein. Bisher, so die bittere Erkenntnis, hat sie nur gebracht, dass Ressentiments gegenüber Zugewanderten, als Sorge um das Land verpackt, salonfähig geworden sind.
Enttäuschend, gewann man doch den Eindruck, Deutschland mausere sich seit einigen Jahren langsam, aber merkbar zum modernen Einwanderungsland. Gerade Rita Süssmuth spielte bei der Zäsur in der Einwanderungspolitik eine bedeutende Rolle. 2000 legte sie im Auftrag der Regierung den ersten "Zuwanderungsbericht“ vor. Ein Werk, das mit der Ausländerpolitik der Abschottung gegenüber Zuwanderung und der Fantasie, Migranten würden sich früher oder später an die deutsche "Kulturnation“ anpassen, aufräumte. Deutschland sollte anerkennen, dass es sich verändert hat, und zeitgemäße Antworten auf diese Situation entwickeln.
Zuwanderung als Gewinn und Vorteil
Die Vielfalt der Gesellschaft als Gewinn und Vorteil, Zuwanderung als Bereicherung sollte stärker im Vordergrund stehen. Gleichzeitig Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit als die größte Gefahr einer pluralen Gesellschaft offensiv bekämpfen. Weg von der sehr präsenten Vorstellung der homogenen Kulturnation, die keine "Fremdkörper“ verkraftet. Hin zur Stärkung des republikanischen Geistes des Grundgesetzes, das nicht eine "deutsche“ Kultur oder "christliche“ Religion als verbindendes Element, sondern den Einzelnen mit seiner Würde, seinen Freiheitsrechten, auch kulturellen und religiösen, in den Vordergrund stellt.
Genau diese Entwicklung stellen Wortführer der "Integrationsdebatte“ infrage. Sie sehen Deutschland durch Zuwanderung bedroht, "Integrationsverweigerer“ unterwanderten das Land, der Islam insbesondere sei entschieden zu bekämpfen, auch wo er nur "Kopftuch“ ist. Deutsche Leitkultur ist wieder Kampfbegriff, doch weiterhin diffus, was damit gemeint ist. Natürlich muss jetzt Multikulti auch von der Kanzlerin für tot erklärt werden.
Gleichheit in Vielfalt
Gegen die multikulturelle Gesellschaft zu wettern heißt aber nicht nur die Realität zu verleugnen, sondern auch an den Grundfesten der Verfassung zu rütteln. Multikulti war nie Beliebigkeit nach dem Prinzip "Jeder mache, was er will“, sondern Gleichheit in Vielfalt, konsequente Einhaltung der Rechte des Einzelnen – gegen den Versuch von Gruppen, sich gegen andere zu stellen, für sich den Anspruch erhebend, das Land und die "Kultur“ zu verkörpern. Deutschland wäre auch ohne Muslime und Zuwanderer ein multikulturelles Land: Verschiedene Generationen mit sehr unterschiedlichen Lebensvorstellungen, Gläubige und Atheisten, Konservative und Liberale, Gutsituierte und Sozialschwache – auch das ist Multikulti.
Daher geht die Debatte uns alle an. Es geht nicht um die Frage, für oder gegen Migranten zu sein, sondern um das Recht, unser Leben selbst bestimmen zu können. Es geht darum, alle einzuladen, ob Christen, Muslime, Deutsche oder Zugewanderte, gemeinsam für die liberale und demokratische Gesellschaft zu stehen und aller Bedrohung, komme sie von Muslimen, Christen, Deutschen oder Migranten, zu begegnen.
Viele Migranten fühlen sich von der "Integrationsdebatte“ sehr brüskiert und enttäuscht und denken ernsthaft darüber nach, Deutschland zu verlassen. Man möchte ihnen zurufen: Nein, jetzt müssen wir bleiben und aufstehen. Es geht um unser Land.






















Erste Schulschließung in Deutschland seit der Zeit des Nationl-Sozialismus
Am 24. Januar will der grüne Bildungsminister im Saarland, Klaus Kessler, aus ideologischen Gründen zwei Schulen der Piusbruderschaft schließen. Man mag zur Bruderschaft stehen wie man will: Diese ungerechte Schulschließungen werden auf die katholische Kirche und auf alle zurückfallen, für die ‘grün’ keine Alternative ist.
Konkrete Gründe für die Schließung hat das Ministerium keine angeführt.
Auch das Kindeswohl wird ignoriert, wenn etwa die Schüler der Abschlussklasse der Realschule vier Monate vor dem letzten Zeugnis die Schule wechseln muss.
Im Gegensatz zu den zwei katholischen Schulen stehen die zahllosen Missbrauchs- und Drogenschulen in Deutschland nicht vor der Schließung.
Jede einzelne Proteststimme kann helfen:
Der CDU-Ministerpräsident im Saarland, Peter Müller, ist erreichbar unter:
Email: p.mueller@staatskanzlei.saarland.de
Telefon: +49 681 5011125
Weitere Informationen zur angedrohten Schließung finden Sie hier:
www.don-bosco-sb.de/aktuelles.html
Pax Christi!
@von hans
Als Saarbrücker sage ich ihnen das das Ministerium sehr wohl Gründe genannt hat. Da ist zum einen die über das Doppelte an Belegung in ihrem Internat, das halt nun mal nur für eine bestimmte Anzahl von Schülern ausgelegt ist. Und zum Anderen spricht man ihnen die Kompetenz zum Lehren ab. Aus persönlicher Erfahrung (don bosco) war dieser Schritt schon längst überfällig.
Werter Rolf Kohl
… Ihre Einlassung widerspricht unbelegt Tatsachen im von mir angeführten Link, den ich noch einmal wiederhole: http://www.don-bosco-sb.de/aktuelles.html
Begründen Sie doch bitte Ihren Einwand.