Es wurde viel gestritten über das Holocaust-Denkmal in Berlin. Über das Wie, über das Wo, über das Wann – selbst das Ob. Über das Warum lässt sich nicht streiten. Sechs Millionen jüdischen Holocaust-Opfern soll mit den Betonstelen nahe dem Deutschen Bundestag gedacht und die Deutschen ihrer Vergangenheit gemahnt werden. Michel Friedman zum fünfjährigen Jubiläum der Gedenkstätte.
Ein beeindruckendes, flächiges Denkmal, der Millionenmorde würdig. Doch ob sich die Absicht des Künstlers – die Würfel sollen die Tristesse eines Lagers symbolisieren – jedem Betrachter, auch ohne erklärende Deklaration, erschließt, bezweifle ich. M.E. wurde der Wille zur Absicht zu sehr abtrahiert.
Sehr schöne Bilder- super Format!
Es ist problematisch, ein Denkmal solcher physischen Größe, zivilreligiös und vorkritisch mit Bedeutungen aufzuladen, die es nicht hat.
Das Denkmal verliert damit den Bezug zu unserer Erinnerungskultur und steht damit als alleinige Monstranz in der Mitte Berlins, kontexfrei und maßstabslos zu anderen Gedenkstätten.
Ich kann mir vorstellen, daß das nicht die besten Bedingungen, gerade für junge Menschen, sind, sich ordentlich mit dem Holocaust auseinanderzusetzen. Vielleicht hätte sich Michel Friedmann darüber Gedanken machen sollen.