Sie ist Parlamentarische Korrespondentin von Focus Online. Schon in Bonn hat sie das politische Geschehen beobachtet und bewertet – für „Die Welt“. Mit dem Umzug von Parlament und Regierung nach Berlin kam sie 1999 an die Spree, war zunächst Büroleiterin von „Bunte“, dann Chefkorrespondentin der „Welt am Sonntag“. Von 2004 bis 2010 war sie Parlamentarische Korrespondentin von „Cicero“.
Zuletzt aktualisiert am 15.01.2013
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Frank-Walter Steinmeier mag in der Troika die unwichtigste Rolle spielen. Für die Wahl 2013 hat er sich aber am besten positioniert.
Wenige Monate nach dem Start der Koalition muss Kanzlerin Angela Merkel gegen die Ängste der Parteichefs eine klare Linie erzwingen. FDP-Chef Westerwelle befürchtet Gesichts-, CSU-Chef Seehofer Bedeutungsverlust. Ein Debakel bahnt sich an.
Guttenberg hat eine erste Fehleinschätzung des Angriffs von Kunduz eingeräumt. Auf eine genaue Erklärung des Vorgangs wartet die Öffentlichkeit noch. Der charmante Aufsteiger hält dem Rücktrittsruf aus der Opposition allerdings stand.
In seinem offensichtlichen Bemühen, den Vorgang nicht als Fehler der Truppe darzustellen, hat Jung selbst zu viele Fehler gemacht.
In Dresden demonstriert die SPD nach dem katastrophalen Wahlergebnis Harmonie, die "Hinterzimmer-Nominierung" von Sigmar Gabriel und Andrea Nahles scheint verziehen. Jetzt gilt es, den Alltagstest in der Opposition zu bestehen.
Das schwarz-gelbe Koalitionsprogramm hat samt dem neuen Kabinett für keine großen Überraschungen gesorgt. Mal wieder wurde die Chance verpasst, neue gesellschaftliche Impulse zu setzen.
FDP-Chef Guido Westerwelle hat sich gewandelt: vom politischen Provokateur der Kohl-Ära über den Spaß-Politiker der Jahrtausendwende zum seriösen Mehrheitsbeschaffer für das bürgerliche Lager. Mit dem Vorurteil, der FDP ginge es allein um die Macht, räumte er auf. Jetzt richten sich an Guido Westerwelle und seine Mannschaft große Erwartungen.
Die SPD sucht einen neuen Vorsitzenden, man kann ihr nur wünschen, dass es am Ende nicht Klaus Wowereit wird. Berlins Regierender Bürgermeister versteht sich auf die Kunst des Schmeichelns, er ist aber niemand, der in der Partei die unterschiedlichen Flügel integrieren kann.
Kanzlerin Angela Merkel präsentierte sich am Sonntag als strahlende Siegerin. Doch lange wird das Glück nicht währen: Sie muss das CDU-Profil schärfen. Denn die Liberalen werden die Bundeskanzlerin vor sich hertreiben. Die SPD wird derweil nach links rücken, und die Grünen müssen sich nach rechts öffnen. Die Politik in Deutschland wird sich somit polarisieren.