Joachim Gauck passt kaum in eine Schublade. Angela Merkel

„Wir haben das Schicksal der Erde in der Hand“

Alte Ängste, neue Hoffnungen: Geht es nach dem britischen Hofastronomen Martin Rees, dürfen wir der zweiten Halbzeit der Evolution – trotz möglicher Bedrohungen – optimistisch entgegenblicken. Die Fragen stellten Martin Eiermann 
und Florian Guckelsberger.

The European: Eine Theorie besagt, dass jedes Ökosystem und jede Zivilisation Zyklen durchlaufen, die irgendwann in einem abrupten Ende münden. Sehen Sie das ähnlich?
Rees: Für den einzelnen Menschen mag es Höhen und Tiefen geben. Aber wir Astronomen haben eine andere Perspektive auf die Zukunft. Außer im Bibelgürtel der USA und in Teilen der muslimischen Welt akzeptiert heute eigentlich jeder die Feststellung, dass die Evolution Milliarden von Jahre in die Vergangenheit zurückreicht. Trotzdem hängen wir an der Idee, dass der Mensch aus irgendeinem Grund die Spitze der evolutionären Pyramide ist. Astronomen fällt es schwer, das zu glauben.

Unsere Sonne ist 4,5 Milliarden Jahre alt und wird noch sechs Milliarden Jahre existieren. Das Universum wird sich weiter ausdehnen und abkühlen – vielleicht für immer. Um Woody Allen zu zitieren: „Die Ewigkeit dauert sehr lange, vor allem am Ende.“ Wir haben nicht einmal evolutionäre Halbzeit: Das, was nach dem Menschen kommt, könnte genauso lange dauern und noch wunderbarer sein als die Darwin’sche Evolution der Vergangenheit. Diese Prozesse laufen heute deutlich schneller ab als in früheren Epochen.

The European: Glauben Sie, dass das Ende der menschlichen Zivilisation durch natürliche oder menschengemachte Bedrohungen eintreten wird?
Rees: Historisch sind die meisten Bedrohungen aus der Natur gekommen: Krankheiten, Erdbeben, Flutwellen und so weiter. Aber dieses Jahrhundert ist anders. Zum ersten Mal hat unsere Spezies das Schicksal der Erde in der Hand und stellt eine Gefahr für das Leben dar. Aus geologischer Sicht leben wir im Anthropozän, also in einer Epoche, in der menschliche Aktivitäten einen nachhaltigen Einfluss auf den Planeten haben können und die ihren Anfang mit der Entwicklung thermonuklearer Waffen hatte. Seit dem Ende des Kalten Krieges ist das Risiko einer nuklearen Katastrophe weniger akut, aber es ist nicht verschwunden. Gut möglich, dass sich Konflikte zwischen Supermächten im 21. Jahrhundert erneut zuspitzen und dass dieser Konflikt dann anders ausgeht als die Kubakrise der 1960er-Jahre. Zerstörung könnte auch schleichend passieren, beispielsweise durch die Ausbeutung von nicht erneuerbaren Energiequellen, Nahrungsmitteln, Trinkwasser und anderen Ressourcen. Ich nenne diese Faktoren „Bedrohungen ohne Feinde“.
Je stärker die Weltbevölkerung ansteigt, desto
gravierender werden die Probleme.

„Im globalen Dorf leben auch Dorftrottel“

The European: Welches Untergangsszenario ist am wahrscheinlichsten?
Rees: Ich glaube nicht, dass wir alle ausgelöscht werden. Aber ich bin überzeugt, dass der Menschheit eine holprige Fahrt durch das 21. Jahrhundert bevorsteht – denn ökologische Probleme sind ja bei Weitem nicht die einzigen Herausforderungen. Jede neue Technologie schafft neben neuen Chancen auch neue Gefahren. Ein Beispiel: Unsere Gesellschaft ist heute von komplexen Netzwerken abhängig, von Stromnetzen, Luftverkehrskontrollen, internationalen Finanzmärkten, Just-in-Time-Produktionsketten und so weiter. Wenn diese Netzwerke nicht widerstandsfähig sind, könnten ihre offensichtlichen Vorteile durch katastrophale Zusammenbrüche zunichtegemacht werden. Terrorismus ist eine Gefahr für solche Netzwerke genauso wie menschliches Versagen oder die rasant wachsende Bedrohung durch Cyber-Angriffe. Und dann wären da außerdem die Gefahren der Biotechnologie: Vom Fortschritt der Gentechnik profitieren Medizin und Landwirtschaft enorm. Aber das Genom mancher Viren ist heute schon synthetisch herstellbar. Wenn dieses Wissen sich verbreitet, nimmt auch die Gefahr von „Bio-Terror“ zu.

The European: Wissen ist Macht.
Rees: Wir täuschen uns, wenn wir glauben, dass wir unser Wissen immer nur vorsichtig und nach genauer Abwägung der Risiken anwenden. Die Wissenschaft kann auch zum Diener des Fanatismus werden, nicht nur für Fundamentalisten, sondern auch für neue Formen des Extremismus: für Ökofreaks, für gewaltbereite Tierschutzaktivisten oder Computerhacker. Im globalen Dorf leben auch Dorftrottel, deren Handlungen jetzt eine weltweite Wirkung haben. Die Macht, die Einzelne oder kleine Gruppen heute durch technologiegetriebene Innovation anhäufen, schafft neue Risiken und verstärkt die Spannungen zwischen dem Verlangen nach Sicherheit und dem Drängen auf Freiheit und Privatsphäre.

The European: Wie kann die Gesellschaft mit diesen neuen Risiken umgehen?
Rees: In der öffentlichen Debatte besteht oftmals eine Diskrepanz zwischen der Wahrnehmung von Risiken und ihrer Bedeutung. Viele Menschen regen sich über Essenszusätze oder Elektrosmog auf, aber wir verleugnen gleichzeitig die wirklich wichtigen Ereignisse – natürliche oder menschengemachte, bei denen ein einziger Vorfall schon ausreichen würde, um die Zivilisation zu gefährden.

The European: Sie argumentieren, dass die Wahrscheinlichkeit für eine solche globale Katastrophe im 21. Jahrhundert bei 50 Prozent liegt. Wir können also fast eine Münze werfen, ob die Menschheit dieses Jahrhundert überlebt?
Rees: Ich habe nie davon gesprochen, dass die Menschheit ausgelöscht werden wird. Das halte ich für unwahrscheinlich, egal wie pessimistisch man denkt. Aber in meinem Buch „Our Final Century“ – was für den amerikanischen Markt interessanterweise umbenannt wurde in „Our Final Hour“ – habe ich argumentiert, dass die Wahrscheinlichkeit für eine mit dem Nuklearkrieg vergleichbare Katastrophe bei 50 Prozent liegt.

The European: Mit welcher Bedrohung können wir besser umgehen: Mit singulären Ereignissen oder mit schleichender Zerstörung?
Rees: Einfach ist beides nicht. Das Hauptproblem ist, dass Engstirnigkeit und die Forderung nach sofortigen Ergebnissen oftmals über globale und langfristige Lösungsansätze triumphieren. Politiker sorgen sich vor allem um die eigenen Wähler und die nächste Wahl. Anteilseigner erwarten schnelle Renditen. Medizinische Forschung konzentriert sich auf Gesundheitsprobleme in reichen Industriegesellschaften und nicht auf tropische Krankheiten. In Großbritannien wird von der Politik momentan der unglaubwürdige Spruch verbreitet, dass wir alle im selben Boot sitzen. Aber wir müssen begreifen, dass wir vor allem in einem überfüllten Boot sitzen. Probleme wie Nahrungsmittel-, Wasser- und Ressourcenknappheit – und auch der Wechsel zu erneuerbaren Energien – können nicht von einem Land allein gelöst werden. Schaffen wir es also, internationaler und politisch langfristiger zu denken? Die junge Generation von heute wird bis ins 22. Jahrhundert überleben, und unser Verhalten heute wird das nächste Jahrhundert nachhaltig beeinflussen.

„Der Fortschritt der Wissenschaft rettet uns vor irrationalen Ängsten“

The European: Brauchen wir eine Weltregierung, die sich nicht bloß dem Volk eines einzigen Staates gegenüber verpflichtet fühlt?
Rees: Fast alle wichtigen Herausforderungen, die ich erwähnt habe, verlangen nach internationalen oder sogar nach globalen Lösungen. Internationale Organisationen könnten ein richtiger Schritt sein. Warum schaffen wir nicht zum Beispiel eine Behörde nach dem Modell der Weltgesundheitsorganisation oder der Atomenergie-Organisation, die sich mit energiepolitischen Fragen beschäftigt? Die verwandte Frage ist dann, ob die Macht nationaler Regierungen nicht auch durch internationale Unternehmen oder durch grenzübergreifende soziale Bewegungen untergraben wird.

The European: Der Optimist sagt: „Im Verlauf der bisherigen technologischen Entwicklung war es immer so, dass die Vorteile die Nachteile von Innovation überwogen. Wir sind zunehmend in der Lage, unser Schicksal selbst zu bestimmen.“ Teilen Sie diesen Optimismus?
Rees: Bisher waren die Vorteile tatsächlich größer als die Nachteile. Die meisten Menschen auf der Welt führen heute ein Leben, das besser ist als das Leben ihrer Vorfahren. Wir haben guten Grund zum Techno-Optimismus. Innovationen in der Informationstechnologie, in der Biotechnologie und in der Nanotechnologie haben das Potenzial, sowohl Industriestaaten als auch Entwicklungsländern zu helfen. Die Wissenschaft und die Kunst stehen heute mehr Menschen offen als in der Vergangenheit. Kreativität wird gefördert. Mit moderner Ingenieur- und Agrarwissenschaft werden wir wahrscheinlich in der Lage sein, im Jahr 2050 neun Milliarden Menschen zu ernähren. Das sind gute Nachrichten!

The European: Jetzt kommt sicherlich ein „Aber …“?
Rees: Je vernetzter die Welt ist, und je abhängiger wir von Technologien werden, desto höher ist der Einsatz. Was mich enttäuscht, ist, dass sich die Realität von dem entfernt, was prinzipiell möglich wäre. Wenn der politische Wille vorhanden wäre, könnte man beispielsweise sehr viel für die eine Milliarde Menschen tun, die am stärksten von Armut betroffen sind, ohne dass der Rest der Weltbevölkerung drastische Einbußen hinnehmen muss. Das würde das Konfliktpotenzial verringern und das Leben aller sicherer machen. Die Tatsache, dass wir es nicht geschafft haben, dieses moralisch richtige und realistische Ziel zu erreichen, stimmt mich pessimistisch, dass wir es schaffen werden, gemeinsam Lösungen für langfristige Umwelt- und Energieprobleme zu finden.

„Wir müssen uns einen offenen Geist bewahren“

The European: Skeptiker weisen oftmals darauf hin, dass selbst die beste Technologie unerwartete Konsequenzen haben kann. Wie bereiten wir uns auf ein künftiges Ereignis vor, von dessen Existenz wir heute nicht einmal träumen können?
Rees: Wir können nicht vorhersagen, was diese Konsequenzen sein werden oder welche sozialen Fragen sie aufwerfen werden. Wissenschaftliche Prognosen liegen meistens daneben. Einer meiner Vorgänger in der Rolle des königlichen Hofastronomen hat einmal gesagt, dass die bemannte Raumfahrt
„totaler Quatsch“ sei. Selbst in der Mitte des 20. Jahrhunderts haben wenige damit gerechnet, dass der Siliziumchip oder die Entdeckung der Doppelhelix einmal eine gigantische Wirkung entfalten würden. Vor 20 Jahren wäre uns selbst ein iPhone wie Zauberei vorgekommen. Wenn wir also über die Zukunft in 50 Jahren nachdenken, sollten wir uns einen offenen Geist bewahren und zumindest damit rechnen, dass Science-Fiction zur Realität werden könnte.

The European: Lassen Sie uns konkret werden – mit welchen Entwicklungen rechnen Sie?
Rees: Ich gebe Ihnen zwei Beispiele: Die Natur und der Charakter des Menschen haben sich über Jahrtausende hinweg relativ wenig verändert. In der nahen Zukunft werden neue Medikamente, genetische Manipulationen oder Cyborg-Technologien es aber möglich machen, unsere Wahrnehmung deutlich zu verändern. Das ist ein gigantischer Schritt – und er könnte sehr negative soziale Konsequenzen haben, wenn beispielsweise diese Technologien nur einer reichen Elite zur Verfügung stehen. Auch die Robotik entwickelt sich. In den 1990er-Jahren konnte der IBM-Computer „Deep Blue“ zwar den Schach-Großmeister Garry Kasparov schlagen, aber kein Computer kann die Figuren so spielerisch über das Schachbrett bewegen wie ein Kind. Doch das könnte sich im Laufe dieses Jahrhunderts ändern. Computer werden irgendwann in der Lage sein, wirklich mit ihrem Umfeld zu interagieren. Das führt auch zu ethischen Fragen: Wir akzeptieren, dass manche Menschen und auch bestimmte Tierarten Hilfe benötigen. Haben wir eine vergleichbare Verantwortung gegenüber Robotern? Sollten wir uns schuldig fühlen, wenn wir sie ausnutzen und ausbeuten? Sollten wir uns Sorgen machen, wenn Roboter arbeitslos sind, frustriert oder gelangweilt?

The European: Welche Art des Fortschritts ist wünschenswert?
Rees: Die Probleme, die ich skizziert habe, basieren auf Mutmaßungen. Je mehr Macht wir durch den wissenschaftlichen Fortschritt erlangen, desto größer wird die Kluft zwischen dem, was theoretisch möglich ist, und dem, was ethisch richtig wäre. Wir stehen heute schon vor schweren Entscheidungen: Wer sollte Zugang zu genetischen Codes haben? Sollten wir auf Atomkraft oder Windkraft setzen? Sollten wir genmanipuliertes Getreide säen? Sollten wir „Designer-Babys“ zulassen? Keine dieser Fragen lässt sich nur mit wissenschaftlichen Argumenten beantworten, es geht immer auch um Ethik, Wirtschaft und soziale Aspekte. Wissenschaftler haben außerhalb ihres Fachgebiets meistens aber keine besondere Autorität und vertreten unterschiedliche politische und philosophische Positionen. Trotzdem müssen wir fordern, dass diese „wissenschaftlichen Bürger“ sich in öffentliche Diskurse einschalten. Keinem Forscher sollten die Konsequenzen seiner Arbeit egal sein. Die Wissenschaft sollte sich dafür einsetzen, dass ihre Forschungsergebnisse für gute gemeinnützige oder wirtschaftliche Zwecke genutzt werden. Sie sollte gefährlichen und fragwürdigen Anwendungen kritisch gegenüberstehen und Politiker und die Öffentlichkeit über die Gefahren aufklären.

„Der Weltraum ist kein Zufluchtsort, wenn die Probleme auf der Erde zu groß werden“

The European: Sie sind ein Verfechter der bemannten Raumfahrt und der Kolonisierung des Weltraums. Jede dieser Missionen würde aber wahrscheinlich Technologien notwendig machen, die neue Gefahren bergen, und diese Risiken auch mit in die Tiefen des Alls nehmen. Ist das Überlebensrisiko der Menschheit wirklich höher, wenn wir die Grenzen der Erde überschreiten?
Rees: Weltraumtechnologien sind heute in vielerlei Hinsicht wichtig: für die Kommunikation, für die Satellitennavigation, für die Überwachung der Umwelt. Das bedeutet aber nicht, dass wir Menschen ins All schicken müssen. Je weiter sich die Robotik entwickelt, desto weniger brauchen wir Astronauten, um wichtige Aufgaben zu erledigen. Als Wissenschaftler und Pragmatiker würde ich sogar sagen, dass die bemannte Raumfahrt keine wirkliche Zukunft hat. Aber als Mensch bin ich begeistert von der Idee. Ich hoffe, dass ein paar der heute lebenden Menschen irgendwann einmal auf dem Mars herumlaufen werden, einfach so als Abenteuer. Es kann gut sein, dass die Chinesen es als Erste zum Mars schaffen: China hat das Geld, die Regierung und den Willen, um die Amerikaner im Weltraum zu überholen. Die meisten anderen Missionen werden aber eher von Einzelnen vorangetrieben und nicht von Staaten, die ihre Haushaltsplanung verantworten müssen. Manche Missionen werden vielleicht gar keine Rückreise zur Erde einplanen, genauso wie die frühen Entdecker und Bergsteiger ohne Netz und doppelten Boden aufgebrochen sind. Das ist der Grund, warum ich so begeistert bin von privaten Firmen, die momentan mit Unternehmenskapital und technischer Expertise in den Weltraum drängen.

The European: Morgen der Weltraum-Tourismus, übermorgen dann ein Exodus zum Mars?
Rees: Den Begriff „Weltraum-Tourismus“ versuche ich zu vermeiden. Er verführt uns zum Denken, dass solche Unternehmungen Routine und risikoarm seien. Und wenn das passiert, wird jeder Unfall genauso traumatisch sein wie die Unfälle des Space Shuttle es waren. Wir müssen Reisen ins All als gefährlichen Abenteuersport oder als furchtlose Expeditionen verkaufen. Eine Massen-Auswanderung sehe ich aber nicht, denn im Vergleich zum Rest unseres Sonnensystems ist es in der Antarktis oder auf dem Mount Everest richtig gemütlich. Der Weltraum ist kein Zufluchtsort, wenn die Probleme auf der Erde zu groß werden. Vielleicht wird es in einem Jahrhundert irgendwo eine kleine Gruppe von Pionieren geben, die außerhalb der Erde lebt, auf dem Mars oder auf Asteroiden. Egal, welche moralischen Regeln wir uns hier auf der Erde geben: Es wäre zu wünschen, dass diese Pioniere ihren Handlungskodex an die Herausforderungen der neuen Umgebung anpassen. Das wäre gewissermaßen der erste Schritt zur Spaltung der menschlichen Spezies. Die nachmenschliche Zeit hätte begonnen.

The European: Apokalyptische Erzählungen tauchen in fast allen Kulturen der Erde auf, und normalerweise halten wir sie für unglaubwürdig. Kann es trotzdem sinnvoll sein, diese Erzählungen ernst zu nehmen?
Rees: Wir sind alle Teil einer Kultur, und die Wissenschaft ist die einzige Kultur, die wirklich global ist. Die Mythen, von denen Sie sprechen, sind das Ergebnis der menschlichen Suche nach dem Sinn des Lebens und nach Geborgenheit. Doch anders als unsere Vorfahren wissen wir heute relativ viel über die Welt und sogar über das, was jenseits der Erde liegt. Viele Dinge sind immer noch angsteinflößend, aber der Fortschritt der Wissenschaft rettet uns vor irrationalen Ängsten.

Wir wissen, dass wir Wächter über einen kleinen blauen Punkt in der Weite des Kosmos sind, dass unser Planet noch Milliarden von Jahren existieren wird und dass seine Zukunft gleichzeitig von den Entscheidungen abhängt, die wir im Laufe dieses Jahrhunderts treffen. Nicht die apokalyptischen Mythen sollten wir ernst nehmen, sondern die Probleme armer Länder oder unsere Verantwortung für künftige Generationen. Wir brauchen mehr Empathie in Raum und Zeit: Wir sind die Erben einer langen Geschichte und die Statthalter einer reichen Zukunft. Der Weg in diese Zukunft wird uns von der Wissenschaft gezeigt, und von all den Werten, die sich niemals in Zahlen ausdrücken lassen.

Übersetzung aus dem Englischen.

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Dieser Beitrag ist in der Printausgabe 1/2013 des The European enthalten.

Darin finden Sie u.a.: Weitermachen, der Weltuntergang fällt aus: Lesen Sie, wie sich die Menschheit gegen Asteroiden, Pandemien und Co. zur Wehr setzt. Außerdem: Warum die SPD-Troika den Sozialdemokraten schadet und welche Wirtschaftsweisheiten 2013 endgültig in den Papierkorb der Geschichte gehören.

Sie können es hier direkt bestellen.

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