Er ist einer der bekanntesten Kirchenkritiker. 1979 entzog die Deutsche Bischofskonferenz dem römisch-katholischen Theologen die Lehrerlaubnis, weil er 1970 in seinem Buch „Unfehlbar?“ die Unfehlbarkeit des Papstes in Frage gestellt hatte. Kritisch sieht er ebenfalls den Zölibat, das Verbot der Abtreibung und die Unsittlichkeit der künstlichen Empfängnisverhütung. Er setzt sich für die Überwindung des Grabens zwischen Katholiken und Protestanten ein. Nach dem Entzug seiner Lehrerlaubnis blieb er Professor für Ökumenische Theologie. Küng wurde 1928 in der Schweiz geboren.
Zuletzt aktualisiert am 01.09.2010Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen und Gott und dem Evangelium mehr als dem Papst.
Hans Küng
Vergebene Chancen zeichnen das Pontifikat Benedikts XVI. aus. Kirchenkritiker Hans Küng erklärt, weshalb die Kirche eine neue Reformpolitik braucht, die auch Laientheologen ordiniert. Das Petrusamt wird nicht fallen, der päpstliche Absolutismus hingegen schon.