Das Alltagsleben ist oft mühsam und bisweilen sogar langweilig. Um sich diesem Rhythmus zu entziehen, sollte man sich das Übernatürliche als Ruhepunkt suchen.
Ein 16-Jähriger fragte mich neulich, wie man denn sein ganzes Leben für Gott geben könne, wenn es doch gar nicht sicher sei, dass es ihn gebe? Ihn hatte es offensichtlich angekratzt, dass ich mich mit 19 entschieden habe, in einen Orden einzutreten.
Wir brauchen ein fröhliches "Yes, we can’t!" Freiheit verwirklicht sich in der Entsagung. Wer ein gutes Klima in der Welt fördern will, muss ein bekennender Asket werden, meint Bruder Paulus.
Wir brauchen gottverantwortliche Menschen, die sich, ob reich oder ob arm, nicht den Mund verbieten lassen von Umständen oder Logiken, aus denen es vermeintlich kein Entrinnen gibt.
Über die Bewohner der Seniorenresidenz "pro seniore": der stumme Schrei alter Menschen nach Licht.
Über die Entwicklung der menschlichen Person.
Wir müssen da, wo wir leben, lernen, spielen und arbeiten, daran erinnert werden, wie zerbrechlich wir sind. Dass wir scheitern können. Wie sehr wir einander brauchen. Und dass wir uns um keinen Reichtum dieser Welt gegenseitig zum Schweigen verurteilen dürfen.
Die Botschaft des Kreuzes ist immer auch die Erkenntnis, dass die menschliche Rationalität nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Vom angeblichen Menschenrecht auf einen kruzifixfreien Unterrichtsraum.
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Zum Reformationsfest heute als Katholik die Feststellung: Die Reformation muss weitergehen. Die Zeichen stehen auf Weiterfahrt.
Unsere Gesellschaft braucht den Religionsunterricht in der Schule und die Theologie in den Thinktanks. Sonst wissen Schüler und Erwachsene am Ende nicht mehr, wozu es die wunderbaren Dinge gibt, über die man im Einzelnen so wunderbar viel weiß.
Es hat sich eine Sprach-, ja Lebenskultur etabliert, in der alles freundlich, verstehend, bejahend und am Ende wachsweich wegerklärt wird. Was gut und was böse ist – wer weiß das schon? Was ist das schon, Wahrheit?