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Norbert Röttgen hatte den Ministerposten als Rückversicherung eingeplant. Die Rechnung hat er ohne die Union gemacht. Horst Seehofer ist jetzt der Mann der Stunde, denn der Bajuware kann sich auf die Fahnen schreiben, Röttgen gestürzt zu haben.
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Die Experimentierfreude ist vorbei, Schwarz-Grün ist passé. Lieber wieder die Farbenarithmetik aus Bonner Zeiten. Das uninspirierte Denken der Politik ödet das Publikum an.
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Die rührende Landesmutter soll auch eine andere Seite haben. Über Nachrichtenmedien wurde verbreitet, sie habe Blogger gekauft und versucht die Pressefreiheit einzuschränken. Kurz vor der Wahl hatte NRW einen Skandal für einen Tag.
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Das Alte Testament ist streckenweise von Geschichtsglättung durchzogen. Jetzt, wo wir endgültig wissen, dass die Bibel unrecht hat, kommt uns die Koran-Verteilung gerade recht. Wird sich Deutschland religiös umorientieren?
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Will Günter Grass wirklich in die Walhalla der deutschen Gelehrten eingehen, indem er in einem Atemzug mit dem Kopftuch-Autor Thilo Sarrazin genannt wird? Hier wird die Geschichte ein gnadenloses Urteil fällen.
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Was in der Politik von rechts nach links diskutiert wird, kann analog auf die Kirche angewandt werden. In 500 Jahren seit der Glaubensspaltung hat sie Grundlegendes nicht geändert. Hatten die Reformatoren doch recht?
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Die Franzosen können gerne die Führerschaft in Europa übernehmen. Wir Deutsche wollen sie nicht. Wir möchten nicht zurück zu Großmannstagen. Aber wir wollen auch nicht zurück in die Zeit vor dem Élysée-Vertrag. Deswegen taugt François Hollande nicht als französischer Präsident in Europa.
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Wer für eine Frauenquote plädiert, weil Frauen eben anders als Männer arbeiteten und führten, ist nicht weit entfernt von Sätzen wie „Ostdeutsche sind auch nur Menschen“. Weil es klar ist, dass Frauen anders als Männer und Ostdeutsche auch Menschen sind. Für das Ende einer miesen Rhetorik aus den 70er-Jahren.
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Wir müssen Walter Scheel den Ehrensold aberkennen. 30 Jahre lang so viel Geld abzukassieren, ist unmoralisch. Oder worum geht es bei dem Streit um den Ehrensold von Christian Wulff?
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Wir in Europa fühlen ein warmes, revolutionäres Lüftchen um den Kreml wehen: einen Russischen Frühling. Beim Blick auf Russland wird aber deutlich: Nichts ist unwahrscheinlicher als eine Wiederholung der jüngsten Geschichte der arabischen Welt.
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Joachim Gauck ist der falsche Kandidat. Nicht weil er Joachim Gauck ist. Sondern weil die Art, wie diese Kandidatur zustande kam, allem Hohn spricht, was vor der Kandidatur über die Kandidatur gesagt wurde. Und mit vielen seiner gesellschaftlichen Positionen ist Herr Gauck rechts der CDU anzusiedeln und damit der Präsident der fünf Millionen CDU-Wähler, die seit 1990 gestorben sind.
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Der Bundespräsident ist zurückgetreten. Die Nation ist nun kopflos. Der rechte Augenblick, um das quasi-monarchische Amt abzuschaffen.