Wenn etwas automatisiert werden kann, dann wird es automatisiert werden. Clay Shirky

Kolumnen

Hans-Martin Esser

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Esser ist besser

Hans-Martin Esser, Jahrgang 1978, wurde in Arnsberg geboren. Er studierte an der Ruhr-Universität Bochum Wirtschaftswissenschaft und Politologie, außerdem folgten aus Interesse Studienaufenthalte im Bereich Filmtheorie, Rhetorik (UC Berkeley, 2007), Geschichte, Philosophie und Mediävistik (University of Cambridge, 2009). Esser organisiert Kulturveranstaltungen und berät die FDP. Derzeit schreibt er an einer Monog weiter...

Zum 90. von Niklas Luhmann

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Große Geister erkennt man daran, dass sich an ihnen die der Kollegen scheiden. Beim Ausfüllen der Drittmittelanträge vertun zu viele glattgeschliffene Wissenschaftler ihre Zeit. Wer Anträge ausfüllt, hat keine Zeit mehr für den Zettelkasten.

11.12.2017

Herr Richard David Precht: Mehr Nüchternheit, bitte

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Feindbilder braucht auch der normale deutsche Intellektuelle. Ohne den pathologischen Fall kann er sich nicht wohlfühlen.

06.12.2017

Die Gaga-Groko – auf nach Kenia

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Die Groko ist tot, es lebe die Gaga-Groko, die ganz ganz große Koalition. 40 Prozent der Wählerschaft haben bei der Bundestagswahl linke Parteien gewählt, 57 Prozent hingegen liberal-konservativ. Punkt.

27.11.2017

Es geht nicht um Mitmenschlichkeit! Die neue Wachstumsdynamik durch Immigration

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Was so schön klingt, Familiennachzug mit einer Narration von Menschlichkeit, Christlichkeit und dergleichen zu begründen, hat einen knallharten Kern. Es geht darum, NGOs und Sozialarbeitern größere Budgets – und zwar dauerhaft – zuzuschustern.

23.11.2017

Merkel und Seehofer sind erledigt

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Das wird nichts mehr, sowohl für Merkel als auch für Seehofer. Spahn ist zu jung, von der Leyen, de Maizière und andere zu verbraucht. Die CDU wird Neuwahlen scheuen, vielleicht mit Schäuble oder Bouffier jemanden aus dem Ärmel zaubern, der irgendwie eine Regierung schustert.

20.11.2017

Das explizite Zeitalter – Pornographie und Statistik

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Jeder, der gern filmt und Sex hat, kann dies kombinieren und in der Subkultur der Pornographie zum Starlet werden. Pornographie ist die Essenz der Jahre – hier kreuzen sich der do-it-yourself Gedanke und das Explizite. Es geht nicht um Lieben, sondern ums Ficken. Der kleinste gemeinsame Nenner.

17.11.2017

Der Greisifizierungskomplex

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Unser Land ist kein Land der Individualisten. Wir stehen uns selbst im Wege. Auf der einen Seite die schon pathologische Rückwärtsgewandtheit über Generationen, die junge Intellektuelle im Gepäck mittragen oder meinen, mittragen zu müssen. Auf der anderen Seite die dekadente Verachtung der Quellen unseres Wohlstands.

14.11.2017

Ich liebe meine linken Freunde

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Besonders ehemalige Linke, die seit der Flüchtlingskrise kritisch geworden sind, gehen teilweise damit hausieren, wie viele Freundschaften auseinandergingen. Ich kann das nicht nachvollziehen. Obwohl ich mich fortwährend über Naivität in ökonomischen Dingen, Gesinnungsethik und Blauäugigkeit in meinen Kolumnen auslasse, trübt das keineswegs das Verhältnis zu meinen linken Freunden.

30.10.2017

Angela Merkel ist für das Kanzleramt ungeeignet

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Ich halte Angela Merkel für ungeeignet, weiterhin Bundeskanzlerin zu bleiben, auch und besonders charakterlich. Die FDP sollte bei der Reform des Landes zuerst bei Merkel anfangen und sie in den Ruhestand schicken. Sie ist matt, wenn man nur will. Merkel hat nur eines noch in der Hand: ihren Abschied von der Macht nicht total würdelos zu gestalten.

22.10.2017

Wo sind unsere Intellektuellen?

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Bis in die 1960/70er Jahre hatte man mit Adorno und Horkheimer sowie Heidegger und Hannah Arendt noch Denker von Weltformat vorzuweisen. Nun, da Habermas langsam auf die 90 zugeht, wird es immer dünner.

06.10.2017

Der deutsche Michel wählt die Union

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Mit der asymmetrischen Demobilisierung ist es heute nicht anders. Gemeint sind CDU-Wähler. Bedeutet diese Etikettierung ein Synonym für treudoofe und nützliche Idioten? Vielleicht ist dies zu hart, aber es handelt sich zweifelsohne bei dieser Zuweisung um so etwas wie den deutschen Michel. Genau diese Menschen wählen die Union.

17.09.2017

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen ist eine Katastrophe

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Im Privatfernsehen filmt man lieber Schlichtbürger beim Verwahrlosen. Im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, das mit Ausnahme des Presseclubs und des Senders Phoenix eine Katastrophe ist, spezialisiert man sich auf die Wahlkampfeinstimmung. Vier weitere Jahre Merkel wollen orchestriert werden.

23.08.2017
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