Wer 1989 bewusst erlebt hat, weiß, dass Veränderungen und die Befreiung aus hoffnungslosen Situationen möglich sind. Marianne Birthler

Kolumnen

Robert von Lucius

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Am Anfang stand

Der Blick auf die wichtigen Dinge in Europa gelingt häufig besser, wenn der Betrachter seinen Standpunkt verändert. Sei es, dass ein Ort im Mittelpunkt steht, den wir alle kennen, den wir aber kaum beachten, oder sei es, dass der Blick aus der Ferne auf unseren Heimatkontinent gerichtet wird: wir können daraus lernen. Und wir müssen lernen, wenn Europa das bleiben soll, was es ist.

Bedrängnis und neue Aufbrüche

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Wie bedrängt die Pressefreiheit derzeit ist – Türkei, Populismus, Verflachung durch soziale Medien, Druck politischer Korrektheit sind nur einige Stichworte –, zeigte sich beim Weltkongress des Internationalen Presse-Instituts (IPI), zu dem Chefredakteure und Verleger aus aller Welt nach Hamburg kamen. Endlich stellten sich dort auch Facebook und Google der Diskussion.

05.06.2017

Poesie statt Panzer

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Nicht immer braucht man Panzer und Kampfflugzeuge, um nationale Eigenständigkeit und Stärke gegen unliebsame große Nachbarn zu verteidigen. Am Anfang stand oft das Wort als stärkere Waffe, verknüpft mit Buch, Literatur und sogar Poesie. Das will Litauen belegen mit seiner Teilnahme als Gastland der Leipziger Buchmesse 2017.

30.11.2016

Das freie Wort

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Genau 200 Jahre, nachdem die Pressefreiheit erstmals in einer deutschen Verfassung garantiert wurde in einem thüringischen Kleinstaat, gibt es in Europa, in Deutschland dank sozialer Medien und technologischer Veränderungen neue Gefährdungen, die schwer zu fassen oder gar zu bekämpfen sind. Eine Verlegervereinigung zum Schutz der Pressefreiheit will sich dem zuwenden.

16.07.2016

Was muten Fotografen dem Betrachter zu?

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Panzer, Ruinen, Kinder mit traurigen oder verängstigten Augen, ein durch Nervengas in Syrien getötetes Kind in Großaufnahme mit aufgerissenem Mund. Wer an Fotos im Nachrichtenfluss, auf den Titelseiten der Zeitungen, denkt, wird wohl zuerst diese Bilder vor Augen haben. Die dokumentarische Fotografie scheint sich indes von Kriegsreportagen fortzubewegen. Wohin?

23.06.2016

Flüchtlinge, Menschenwürde und das Grundgesetz

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Kaum eine Zeitungsseite oder ein Rundfunkbericht ohne das Thema Flüchtlinge. Immer häufiger rücken in der Debatte grundsätzliche Fragen in den Vordergrund – über europäisches Versagen, über Identitäten und Zukunftsängste. Oder über Menschenrechte und Flüchtlinge: Juristen versuchen in den „Essener Gesprächen zu Staat und Kirche“, die neue Ausgangslage in Normen und Rechte zu fassen.

04.03.2016

Keks, Tinte und Schallplatten

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Einige Straßen stehen für Weltruhm – die Champs-Élysées etwa, der Broadway oder Unter den Linden. Andere stehen für Weltgeschichte – etwa im südafrikanischen Soweto, wo an einem Sträßchen gleich zwei Friedensnobelpreisträger, Nelson Mandela und Desmond Tutu, lebten. Und dann gibt es Straßen, die Firmen- und Sozialgeschichte eines ganzen Landes prägten. Wie die Podbielskistraße in Hannover.

26.02.2016

Nikolaus von Halem gegen den „Boten der Hölle“

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Am Anfang stand Nikolaus von Halem – eine Ausnahmepersönlichkeit im Widerstand gegen die nationalsozialistische Herrschaft. Er war ein Einzelgänger und Einzelkämpfer, weder Beamter noch Offizier wie so viele im Widerstand. Gerade weil er so breit angelegt „vernetzt“ war, ist er in öffentlichen Würdigungen und Schriften bislang wenig präsent. Viel weniger, als es seiner Bedeutung entspräche.

15.02.2016

„Drei Viertel Kubas liegen wüste“

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Der Globetrotter August Lucius beschrieb Havanna in den 1840er Jahren offener als andere Reisende seiner Zeit. Mit offenen Augen beobachtete er Gesellschaft und Leben um sich herum. In den Monaten der Jahre 2015 und 2016, in denen Kuba sich nach Jahrzehnten der strikten, teils ideologisch begründeten Abschottung wieder zu öffnen scheint, mag die folgende Beschreibung manches deuten.

26.12.2015

„Nonnen, Jungfern, Weiber"

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Was um 1840 der Weltreisende August Lucius – Reichstagsabgeordneter, Kaufmann, Maler und Gutsbesitzer – beschreibt, ist ebenso unverfälscht wie freimütig, weil seine Briefe und Tagebuchnotizen nur für die Familie bestimmt waren. Sie geben einen seltenen Einblick in das Denken auch von Freigeistern vor 175 Jahren. Ein erster Vorabdruck aus einem demnächst erscheinenden Buch.

23.12.2015

Warum orbitale Hochtechnologie wichtig ist

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Denken wir an Europa, dürfen wir Bremen nicht vergessen. Im Kaminsaal des ehrwürdigen Rathauses überzeugten Helmut Schmidt und Valéry Giscard d’Estaing bei einer Sitzung des Europäischen Rates die anderen Europäer von der Idee einer europäischen Währungsunion. Aber die Beziehungen sind tiefer und vielfältiger. Das reicht bis zur Weltraumforschung, wo Bremen in Europa an der Spitze steht.

19.12.2015
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