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Masse ist eklig – besonders, wenn sie die eigene Meinung nicht teilt. Herzlichen Glückwunsch zum 60. an die „Bild“-Zeitung, aber ich lese weiter die FAZ.
Der Bundespräsident ist zurückgetreten. Und nicht nur in Burkina Faso, wo das ehemalige Staatsoberhaupt erwartet wurde, reibt man sich verwundert die Augen. Was ist das für ein Amt, um das die Deutschen sich gerade so viele Sorgen machen?
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Von einem “Stahlgewitter”, durch das Guttenberg gehe, sprach CSU-Parteifreund-Norbert Geis. Am Ende wird dem Freiherrn die Plagiatsaffäre sogar nützen: Hier holt er sich die angeblich notwendige Härte für den Politikbetrieb
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Die Kritik am angeblichen Showbesuch des Verteidigungsministers ist unberechtigt und scheinheilig. Gerade die, die sich am weitesten aus dem Fenster lehnen, bedienen sich selbst der Inszenierung. Diese, und das zeigt der Besuch in Afghanistan, hat bislang auch noch niemandem geschadet.
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Ausgerechnet diejenigen, die am lautesten nach einer angeblichen jüdisch-christlichen Leitkultur schreien, haben seit Langem keine Kirche mehr von innen gesehen. Glaube ist Privatsache, kein Problem des Staates. Das hat Christian Lindner richtig erkannt.
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Hysterie und Angst regieren in Deutschland bei abstrakten Themen: Atomkraft, Gentechnik, Google Street View. Dabei sollten wir uns gerade jetzt Sorgen machen. Der islamistische Terror bläst zum Angriff auf Freiheit und Demokratie. Sich offensiv dagegen zu stellen ist der Anspruch einer wehrhaften Demokratie.
„Das Gerede von der Würde des Bundespräsidenten ist das Misstrauensvotum der Parteien gegen sich selbst.“
Jost Kaiser
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Das Bundespräsidentenamt war immer schon Objekt parteipolitischer Taktik, die "Würde des Amtes" immer schon eine Chimäre. Spätestens mit der Nominierung Christian Wulffs wird das auch jedem deutlich. Die Idee des Ersatzmonarchen jedenfalls ist tot.
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Mit Guttenberg wurde ein Stück als gleichmacherisch und öde empfundene alte Bundesrepublik in die Tonne getreten. Wer heute Rücktrittsforderungen stellt, sollte sich mit dem Phänomen Guttenberg beschäftigen: Authentizität oder Inszenierung?
Deutschland weint um Robert Enke. Schuld an dem Selbstmord hat, so die Redner auf der Trauerfeier, die vermeintlich unmenschliche Leistungsgesellschaft. Von wegen.