Philosoph kann man erst werden, wenn sich die grauen Haare zeigen. Deshalb begann Friedrich sein Philosophie-Studium, als er die Vierzig schon überschritten hatte. Das Studium schloss er 2009 ab. Zuvor hatte er Meteorologie und Physik studiert und 1989 mit einer Diplomarbeit über die Simulation von Strukturbildung und Chaos in der Atmosphäre beendet. Heute beschäftigt er sich vor allem mit Fragen der praktischen und politischen Philosophie sowie der Technikphilosophie. Friedrich ist außerdem Geschäftsführer der Firma INDAL.
Zuletzt aktualisiert am 17.05.2013Die Piraten sind mit den Internet-Technologien so eng verflochten, wie es die Arbeiter in der frühen Blüte des Kapitalismus mit den Dampfmaschinen und Webstühlen waren. Wie einst die Arbeiter, sind die Piraten politisch ausgegrenzt.
Viele Wissenschaftler und Politikberater haben Kant gründlich missverstanden. Es geht nicht darum, dem Rest der Welt die Augen zu öffnen, denn diese Aufgabe muss jeder Mensch für sich selbst erfüllen.
Experten fordern, dass wir uns an die neue Welt des Internets anpassen sollen. Mit dieser Argumentation lassen sie an Marx denken – und übersehen das Wesentliche.
Kein Politiker tritt ohne große Versprechen an. Der Wähler bekommt damit ein falsches Bild von der Politik.
Reichtum verpflichtet, das ist klar. Wie Reiche sich beteiligen sollen, ist aber umstritten. Dabei gibt es einen recht einfachen Weg.
Das parlamentarische System in Deutschland spiegelt schon lange nicht mehr die gesellschaftliche Realität wider. Dafür müsste ein althergebrachtes Instrument des Wahlrechts abgeschafft werden.
Stillschweigend wird angenommen, dass mit dem Wachstum an Informationen auch das Wissen wächst. Informationen brauchen jedoch Deutung – und auch daraus wird nicht automatisch Wissen. Dies in der Bildung anzuerkennen, käme einer Revolution gleich.
Parlamente in Europa bestehen fast nur aus den gleichen Berufsgruppen – die Kreativität bleibt dabei auf der Strecke.
War es vorigen Sonntag in Münster so heiß wie noch nie? Man weiß es nicht, denn Zeitreihen und Mittelwerte sind hoch theoretisch. Zweifel am Klimawandel sind da selbstverständlich.
Die Diskussion über ein Mehr an Europa ist müßig, denn den europäischen Staat gibt es längst. Das Problem: Die Europäer verstehen einander nicht. Im wahrsten Sinne des Wortes.